Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Wissenschaft in Gewerbe und Industrie
Person:
Richter, Karl Thomas
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-32777
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-34484
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die gewerbliche und industrielle Verarbeitung die eigentlichen 
Quellen des Ruins der inl�ndisihen Kunsterzeugung einerseits und 
anderseits der dauernden Uebung schweren Unrechtes gegen den 
Fremden sind. Gerade in Deutschland treten diese Verh�ltnisse hervor, 
nnd zumeist gegen�ber Frankreich. Trotz der gew�hnlich deutlichen 
Schlechtigkeit der Waare hat doch die r�uberische Nachbildung frans 
z�sischer Originale einen unbestrittenen Vorrang �ber die urspr�ngs 
lich nationale Kunstproduction erzielt durch die Billigkeit eben, 
welche die ungerechte Ausbeutung erm�glicht. Und darum ist es 
immer nur die Ungerechtigkeit und der Betrug, der die Schutz 
losigkeit des Fremden vertheidigt. Man hat den Muth nicht das 
offen einzugestehen, aber man hat die K�hnheit, in diesem einem 
Puncte mit der Maske des Freihandels sich zu sch�tzen. Ja selbst 
ernsthastere Freih�ndler la�en sich oft beim ersten Anblic der 
Sache t�uschen und stellen sich auf die Seite jener besorgten 
Industriellen. Wenn aber der Freihandel nicht ein leeres Schlags 
wart ist, dann mu� man eingestehen, da� man der freien Cons 
currenz des Ins und Auslandes auch nicht das geringste 
Hindernis; entgegensetzt, wenn man eine feste und gerechte Basis 
f�r alle Elemente und Kr�fte des Verkehrs will, die Basis der 
gleichen Rechtssicherheit. 
Wenn es mir nun gelungen ist, mit dieser Darstellung der 
bestehenden Gesetze eines gro�en Verkehrselementes und der Bei 
griffe, auf denen dieselben ruhen, die Unsicherheit und das 
Schwankende sowohl in nationaler als internationaler Beziehung 
zu zeigen, so glaube ich es nun auch aussprechen zu k�nnen, 
das; der Grund der Unsicherheit und Ungerechtigkeit der Gesetze, 
die M�ngel derselben in ihren einzelnen Theilen nur auf der 
Unsicherheit und Ungerechtigkeit des Begriffes selbst ruhen. Ents 
weder war man lange nicht f�hig, den wahren Begriff unseres 
Gegenstandes zu finden oder man verh�llte absichtlich sein Auge, 
um ihn nicht zu sehen. Ich werde jetzt versuchen, dem wahren 
Begriff nachzuforschen und wenn es mir gelingt, denselben �bers
        

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