Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-28236
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-31966
Das deutsche Reich. 
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vanoplastischen Arbeiten undqBronzen A. Wacigens u. Cie. in 
Berlin, sowie die Metall: und Bronzewaaren von Hornemann 
und Bckmann eben dort. 
Tcxtile Industrie. 
Teppirhc, 
Mcubclstoffc, 
Damafte te. 
 Nirgends merkt man vielleicht jene große Lücke in der eolo: 
ristischen Ausbildung der deutschen Jndustrie so aufsallend, als 
bei der Teppichfabrikation. Genau wie die östreichische, deren 
Ehre allein Haas, dieser aber freilich glänzend genug, reitet, 
so habe ich bei uns auch nur eine in diesem Sinne gute Fabrik 
entdecken können, Gevers und Schmidt in Schn1iedeberg tin 
Sehlefien, E. Becker und Hossbauer und Protzen und Sohn in 
Berlin find wenigstens leidlich, von wahrhaft schauerlicher Brillanz 
aber sind die übrigens nicht ohne Farbensinn oder Talent, son: 
dern nur ohne allen GesOmack componirten Produkte von Schöller 
und Söhne in Diiren, meist riesige Blumen: oder Gemüsegärten, 
bunt und gemein schreiend die meisten andern.   
In Sammt, Seide und Meubelstossen hat Elberfeld eine 
aus3erordentlich reiche Ausstellung, bei der Ach nur auch der 
moderne alles aus dem Violett statt aus dem tiefen Goldbraun 
heraus konstruirende moderne Farbensinn ebenso unangenehm 
fühlbar macht. Er spukt gar artig auch bei den Franzosen und 
ist gründlich eigentlich nur von Hans nnd Giani überwunden 
worden. 
Sieht man davon ab, so haben Andreä in Miihlhausen, 
besonders aber Gebhard u. Cie. in Elberfeld außerordentlich 
schöne Seiden und Sammt nnd aus beiden combinirte Stoffe, 
auch Mekel u. Cie. mit Seiden, Chr. Menger aus Viersen mit 
Pcluchestoffen zeichnen sich in dieser großartigen Produktion aus. 
Jn Brokaten leisten Gerdeis3en und Eimer in München wohl 
das Beste.  Von Stickereien sind dann die des großen Jnstituts 
von Fräulein Jerres in München, besonders in Kirchengewän:
        

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