Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-25174
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Farben und 
Stoffe. 
Farbe berührt als von der Form. An diese freilich 
gewöhnt das Auge im allgemeinen sich leichter. Denn 
welch thörichtes Ding auch die Mode ist, nach einigem 
Protestiren finden wir schließlich die sackför1nige Ele: 
ganz des weiblichen Anzugs so reizend wie vorher 
die glockenförn1ige; was aber. den erlaubten Unsinn 
übersteigt das sind die Modefarben, um so mehr 
als vo1n Mißbehagen an falschen Tönen keine Ge: 
wohnheit zu heilen vermag. Wenn sich schon der 
Schnitt des Kleides nach der Individualität des 
Körpers. richten sollte statt nach dem Modejournal, 
so ist dies in noch viel höheren: Grade mit der Farb e 
der Fall; denn hier pflanzt sich der Teint als unab: 
weisliche Norm auf, und seine Verschiedenheit ist zu 
groß um nicht vor Allem in Betracht zu kommen. 
Die menschliche Hautsarbe, mit dem entsprechenden 
Kolorit der Haare und Augen, bildet eine reich schat: 
tirte Stufenleiter. Die unterste Sprosse nimmt 
natürlich der Neger ein; etwas höher stehen die bronze: 
farbenen Rassen; weiterhin erscheint der briinette 
Kaukasier mit schwarzem Haar und dunkeln Augen; 
dann kommt der hellere Europäer mit bräunlichem 
Haar und lichterer Iris; ihn überragt die blonde 
Spezies mit blauen oder grauen Augen; und an der 
Spitze befindet sich die rothhaarige Varietät welche 
die feinste Haut, aber auch das empfindlichste Kolorit 
hat. Um den menschlichen Teint in seiner Schönheit
        

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