Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-25083
keit der Natur durch den Reichthum der Mischung in 
Harmonie sich auflöst, und wie sehr die Befolgung dieses 
Naturgesetzes die Grundbedingung jedes, ästhetischen 
Kolorits ist. Delacroix, Decamps, Millet, Roiusseau, 
Duprcs5, Daubigny sind, mit manchen andern, vortreffliche 
Lehrmeister der Färbung; denn wenn auchin Industrie 
und Leben die Farbe sich nicht auf der Höhe der 
eigentlichen Kunst zu halten vermag, so unterliegt sie 
doch überall denselben Regeln und Vorschriften. Ueber: 
dies sind die Lehren der Malerei um so weniger zu 
verachten, als das Wesen einer Erscheinung .nur in 
ihren höchsten Aeußerungen vollständig zu Tag tritt. 
Aus den Vorbildern der Kunst und Natur erhellt nun 
aber für die Farbenharmonie so viel des allgemeinen: 
daß die Prin1itivfarbe durch. eine niaßvolle .räums 
liche Beschränkung ihre Kraft und Bedeutung ver: 
mehrt; daß sie nur im Gegensatz zu den feinen Misch: 
tönen ihren Glanz gehörig entfalten kann; und das; 
sie, ästhetisch betrachtet, vorAallem durch Gegenwirkung 
den Werth der Kollektivfarbe hervorzuheben hat, 
Welche der letzte und höchste Ausdruck der Lichterschei: 
nung ist.   
        

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