Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-27896
Nachdem die Völkerwanderung das alte Kaiser: 
reich überfluthet hatte, und die erfterbende antike Kultur 
im nordischen Barbarenthum untergegangen war, zehrte 
der abendländische Baugeist mehrere Jahrhunderte 
lang von den Ueberresten der römischen Herrlichkeit. 
Der byzantinische Einfluß machte sich im germanischen 
Reiche wohl durch Erregung der Phantasie und Be: 
lebung des dekorativen Triebs geltend, blieb aber ohne 
direkte Einwirkung auf die Bauentwicklung.s Diese 
ging vielmehr von der Basilika aus, einem römischen 
Säulenbau profanen Ursprungs, den die spätere Kaisers 
zeit dem christlichen Ritus angepaßt hatte. So blieb 
die altchristliche Architektur eine rohe Nachahmung 
römischer Bauformen, bis aus dem Völkerchaos neue 
Staaten sich absonderten, neue Kulturherde sich bils 
deten. Jetzt, um das Jahr 1000, entwickelt sich die 
kunst: und styllose Basilika zu jener Bauform die 
man, umpassend genug, die romanische nennt. 
Auch dieser bauliche Fortschritt beruht auf der An: 
wendung des Gewölbs, das nun an die Stelle des 
hölzernen im Innern sichtbaren Dachstuhls tritt. Mit 
der Steigerung der Aufgabe bekommt die Konstruk: 
tion Styl, die Ausführung wird gediegen, und das 
Innere strebt nach Pracht und Eleganz. Die Ver:
        

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