Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-27875
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Die Dankt im 
Gewerbe. 
harmonischer Einheit; aber diese Verbindung ist mehr 
eine geschmackvolle Zusammenstellung als eine lebendige 
Gliederung, die Materie herrscht noch, die Schwerkraft 
ist nicht gebändigt; kurz, die reiche Zier kann die 
Armuth der Grundanlage nicht verstecken. So erscheint 
denn auch die Dekoration  gerade weil sie nicht 
durch vermehrte Abwechslung der Räumlichkeit und, 
dem entsprechend, durch erhöhte Anforderungen der 
Konstruktion vermittelt ist  als eine mehr äußerliche 
und ziemlich einförmige. Mit feinem Gefühl ist zwar 
das Ornament durch strenge Sthlisirung der einfachen 
Grundform angepaßt; eben deßhalb jedoch bleibt es 
starr und steinern, und das vegetabilische Leben erstirbt 
in konventioneller Regelmäßigkeit. Es ist daher nicht 
zu leugnen daß die griechische Baukunst, trotz aller 
Schönheit, d. h. trotz ihrer kiinstlerischen Abgeschlossen: 
heit und ihrer Vollendung in sich, auf einer verhält: 
nißmäßig niedern Stufe stehen blieb. 
Einen bedeutenden prinzipiellen Fortschritt machen 
die Römer indem sie die Bedeckungsart ändern und 
an die Stelle des Gebälks die Wölbung setzen. Diese 
Neuerung .ist wichtiger für die Baugeschichte als das 
griechische Ebenmaß, denn auf ihr beruht die ganze 
Fortentwicklung der Architektur. So lange die Decke, 
wie bei den. Griechen, nur vermittelst eines Gebälks 
hergestellt werden,.konnte, mußte die räumliche Größe 
und die .bauliche Gestaltung des Monuments eine
        

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