Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-27834
320 
Die Gruft im Gewerbe. 
formen, die in allem Bauwesen wiederkehren und sich, 
in Folge der räumlichen Begrenzung der Erde und 
des Menschen, als Weite und Höhe, als Nebeneinan: 
der und Aufeinander, als Wand und Decke darstellen. 
Die einfachste Konstruktion ist offenbar die Dachform: 
zwei oder mehr gegeneinander geneigte Ebenen die 
sich gegenseitig stützen, Räumlichkeit und Bedeckung 
zugleich herstellen, und den Unbilden der Witterung. 
am leichtesten trotzen. Fortgeschrittener bereits ist die 
kubische Form: die senkrechte Fläche von der wag: 
rechten bedeckt; da jedoch die horizontale Decke größere 
Schwierigkeiten darbietet und geringeren Schutz ge: 
währt, verbindet sich die erste mit der zweiten Me: 
thode, die schiefe mit der geraden Ebene, und das 
Haus mit Wand und Dach kommt zum Vorschein. 
Noch entwickelter ist der Bogen oder die Wölbung, 
welche die eine senkrechte Wand mit Hülfe der kreiss 
för1nigen oder krummen Linie in die andere gegen: 
überstehende überführt und so die Bedachung bildet. 
Der Spitzbogen, der aus zwei sich schneidenden krumi 
men Linien besteht, ist ein Mittelding zwischen der 
runden Wölbung und dem gewinkelten Dache.s 
So erhält die. Baukunst ein System senkrechter 
und wagrechter, schiefer oder gebogener Linien und 
Ebenen, auf das alle Architektur sich zurückführen läßt; 
und diese paar einfachen, dem.Gesetze der Schwer:. 
kraft entspringenden Formen bilden die Elemente alles
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.