Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-27589
Aestl1etisrtJe Vorfragen. 
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Fluidum entzieht, hat in den Zeiten architektonischer 
Blüthe die Musik zur Dürftigkeit verdammt und deren 
vollständige Entwicklung bis zur modernen Zeit vers 
tagt. Man kann daher in gewissem Sinne sagen daß, 
wie die Baukunst einst die Musik darniederhielt, so 
jetzt die Musik die Baukunst umbringt; ein Zustand 
der wohl so lange dauern wird bis das moderne 
nationale Bewußtsein  als konkreter. Ausdruck der 
Humanität, als Religion der Bildung .ss zu jener 
freien Entwicklung gediehen ist die es befähigt eine 
Wiedergeburt der monumentalen Kunst zu bewirken. 
Der Baukunst also, welche,keine schon in gewisser 
Weise künstlerisch entwickelte Materie zu verarbeiten 
hat, wird die Materie selber Vorbild und Stoff; ihr 
ist dieselbe nicht blos Mittel zum Zweck, sondern sie 
stellt vielmehr das Wesen der Materie, die Erfüllung 
des Raums, in der synthetischen Form der Kunst dar. 
Sie arbeitet demnach gewissermaßen wie die Natur 
selber, ohne Vorbild, als unmittelbare Gestalterin des 
Chaos, und hat deßhalb die Verwandtschaft mit dem 
Naturschönen daß auch ihr die Zweckmäßigkeit zur 
Triebfeder wird. 
V1Il. 
Wenn aber die Schöpfungen der Natur aus 
innerem Lebenstriebe sich entwickeln, und die Gestals
        

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