Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-27467
Keftt1etisrtJe Vorfragen. 
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ist aber nur ein augenblieklicher und wird durch ebenso 
große Vortheile, die sich im Laufe der industriellen 
Entwicklung geltend machen, allmälig wieder aufge: 
hoben. Denn wenn die moderne, auf massenhafte 
Erzeugung gerichtete Industrie in ihren Anfängen die 
größtmöglichste Vereinsachung anstrebte und so ihren 
Erzeugnissen das Gepräge unkünstlerischer Rohheit aufs 
drückte, so verliert sich dieß mit Vervollkommnung der 
Maschinen und Verfahruugsarten mehr und mehr, und 
die zierlichste Ausstattung kostet am Ende nicht so viel 
Mühe und Arbeit als beim Beginne der Fabrikation 
die nüchternste Formenarmuth verursachte. Das Zu: 
fällige, Individuelle der Handarbeit fällt freilich weg; 
dagegen begünstigt die Ueberwindnng der Technik, die 
Leichtigkeit der Vervielsältigung, sowie die damit ver: 
bundene Wohlfeilheit und allgemeine Anwendung die 
Verbreitung guter Kunstformen ungemein. Und ist 
die Industrie einmal ihrer Mittel ganz Herr gewori 
den, so wird sich aus der neuen Versahrungsart ein 
neuer und eigenthÜmlicher Styl entwickeln. Dieß hat 
theilweise schon begonnen und der gewerbliche Geschmack 
hat, trotz aller Hindernisse, seit Jahrzehnten entschiedene 
Fortschritte gemacht. 
des 
Der deutsche Geist, 
Schönen in Angriff 
IV. 
der die moderne Wissenschaft 
nahm, hat bekanntlich einen
        

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