Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-26993
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Die 5helingraphke. 
deutung ermessen, welche die Heliographie bereits ge: 
wonnen hat. 
Aeußerst interessant ist noch das Abformverfahren 
welches Georg S camoni in Petersburg für Reproduk: 
tion von Stichen und Federzeichnungen anwendet.s Zu 
Hervorbringung des Reliefs benützt der Erfinder die 
Eigenschaft des Silberbilds auf dem Kollodium, aus 
aufgegossenen Lösungen noch weitere in statu nascehti 
sich ausscheidende Metallpartikel anzuziehen, und so 
eine nicht unbedeutende Plastizität zu erlangen. Vor: 
bedingung eines befriedigenden Resultats ist ein tadels 
loses, kontrastreiches Negativ. Mit Hülfe desselben 
verfertigt man ein positives Kollodiumbild, welches 
nach der Fixirung noch vollkom1nen in der Schicht zu 
liegen scheint, durch weitere Behandlung mit verschie2 
denen Verstärkungslösungen jedoch bedeutend zu kräf: 
tigen ist. Die dem Kollodium zu dieser Operation 
nöthige Festigkeit wird demselben durch Beimischung 
harziger Substanzen gegeben; und um das nöthige 
Relief des Bildes zu erzielen,i verstärkt man es  
unter Einwirkung des Tageslichts ss so lange mit 
salpetersaurem Silber und Pyrogallussäure bis sich 
eine auffällige Erhöhung bemerklich macht. Hierauf 
wird das Bild gewaschen und in horizontaler Lage 
mit einer von Zeit zu Zeit erneuerten Quecksilbers 
chloridlösung bedeckt. Hat dann das anfänglich ge; 
schwärzte Bild eine weißliche Färbung angenommen
        

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