Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-26951
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Die ikJeliograpi1ie. 
aus einer Platte mit erhöhtem Rande, zu Aufnahme 
des etwa abfließenden Färbebreis, und einem Deckel 
mit Glasplatte der beim Schließen einen leichten Druck 
ausübt. Zwischen beiden befindet sich der kleinere, 
gleichfalls mit Glas bekleidete Drucktiegel, der sich 
vermittelst einer Schraube höher und tiefer stellen 
läßt. Man legt nun die Bleifor1n in die Presse, schließt 
diese und schraubtden beweglichen Tiegel in die Höhe, bis 
die Bleifläche der Form und die Glasfläche des Deckels 
sich vollständig berühren, dann ist die Druckplatte zuge: 
richtet. Jetzt hält man die warme Farbe bereit, bestehend 
aus Tusche oder ähnlichen Aquarellpig1nenten und 
einem Zusatz dünnflüssiger Gelatine. Dieser Zusatz 
richtet sich nach der Temperatur und muß um so 
stärker sein, je wärmet es ist. Nun öffnet man die 
Presse, gießt das nöthige Quantum Farbe mitten auf 
die Druckplatte, legt ein Blatt Papier darüber, schließt 
den Deckel, der, wie ein Waffeleisen, den überflüssigen 
Stoff hinausquetscht, und läßt die Gelatine anziehen, 
was, je nach dem Stande der Temperatur, eine halbe 
bis ganze Minute dauert. Wenn man jetzt die 
Presse öffnet und das Papier abzieht, so bleibt 
die ganze koagulirte Farbe an diesem haften und 
bildet ein der vertieften Form entsprechendes Relief, 
das aber, da es weit mehr Wasser als Gelatine ents 
hält, beim Trocknen gänzlich verschwindet und eine 
vollkommene Zeichnung zurückläßt. Das getrocknete
        

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