Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-26088
Photographie. 
I11ervoUlmmmnung der 
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tüchtig, trocknet es, klebt es auf und glättet es in 
der Satinirpresse. 
Da das Kollodiumhäutchen von der Glastafel 
sich ablöfen und auf Papier, Leinwand 2c. übertragen 
läßt, so kann man auch auf diese Art Abdrücke her: 
stellen. Ebenso kann man ein geeignetes negatives 
Bild in ein positives verwandeln, indem man die 
Rückseite der Glasplatte schwärzt.  
Nachdem wir nun  trotz all der sauren Lösungen 
H die siegreiche Photographie auf ihre jetzige Höhe 
begleitet haben, ist es uns wohl erlaubt einen er: 
holenden Rückblick auf die Anfänge einer Erfindung 
zu werfen, an welcher die größten Physiker und 
Chemiker verzweifelten, und die schließlich von Guts: 
besitzern, Theatermalern, Tuchhändlern, Dilettanten 
und Lieutenants auf die Beine gestellt wurde. Solche 
Triumphe des Laienverftands werden freilich die offizielle 
Wissenschaft nicht bestimmen ihren Hochmuth zu 
mindern, können aber ebensowenig uns die Wahrheit 
verbergen daß eine vertrocknete Fakultätsweisheit noch 
nie durch Erfinden geglänzt hat, und daß der geiftlose 
Formelkram unserer heutigen Univerfitäten s VIII 
einzelnen bedeutenden Forschern abgesehen, die aber 
den Geist der Institution nicht ändern können  
Nichts ist als ein weltlicher Katechismus, der noch 
mehr an der Verdu1nmung der Gehirne arbeitet, als 
an deren Aufklärung. 
Pfeil, Kunst und Gewerbe. I0
        

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