Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Gewerbe
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-25941
Mk Papier. 
Photographie 
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erhalten, klar und kräftig genug um positive Abdrücke 
davon abzuziehen. Die Merkurdämpse locken zwar 
das Bild auch auf dem Papier hervor, aber nur mit 
großer Schwierigkeit. Uebrigens ist Talbot7s Ver: 
fahrensdie Grundlage für alle negativen Methoden 
geblieben, die indessen zum Vorschein gekommen sind. 
Schon die Veröffentlichung Blanquart:Evrard7s, 
dem jedenfalls das Verdienst uneigennütziger Vers 
breitunlg nicht abzusprechen ist, enthielt einige Abände: 
srungen des urspriinglich.en Verfahrens. Er tauchte 
das Papier in die Lösung, statt diese mit dem Pinsel 
aufzutragen, erse1zte das Gallonitrat im Silberbade 
durch die blos salpetersaure Verbindung und entwickelte 
das Bild mit der Gallussäure. Das war nur eine 
Vereinfachung, aber die lebhafte Bewegung in welche 
die Photographie durch diesen Anstoß versetzt worden 
war, ließ wichtige Verbesserungen voraussehen. Aus 
Dfänglich konnten sich freilich die Talbot7schen Erzeug: 
nisse mit den Daguerre7schen keineswegs messen. Es 
fehlte ihnen die Schärfe der Zeichnung, die Feinheit 
der Modellirung und die Abstufung der Töne  
Vorzüge welche dem Metallbilde seinen Reiz verleihen, 
Die Hauptursache dieser Mängel war die Anwendung 
des Papiers zu Negativbildern. Die faserige Struktur 
dieses Stoffs, die Ungleichheit seines Korns, die Uns 
reinheit seiner Masse und seine veränderliche und 
unregelmäßige Ausdehnung während des Eintauchens
        

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