Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Le Petits Ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche
Person:
LePetit Gutzkow, Karl Riepenhausen, Ernst Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-23037
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-24004
7s 
LX.XXVl. 
Die 2cnalyse 
2brnaszosnenkleide bildete mit den dicht angeschlossenen, srüce: 
wärts gepreßten Armen ein ziemlich deutliches D, dem unten wie 
wiederum an der Hieroglyphe zu sehen; ein grader Strich singe: 
hängt, um die 7freudlofe Dürre ihres Körpers und die enge Steiß 
heit ihres Untergelvandes Zu bezeichnen; und ein L beurkundete 
wiederum die verfchrobeneStellung des asfektirten Complimen: 
tensschnOeidiers, der Arme und Beine wie eine Drahtpuppe zu 
drehen weiß; die oberen Theile seiner entsetzlich dicken, mit 
gehörig er Corpulenz und ,Fischbeinmafse versehenen, 
so einladend liebteithen Dame wurden in ein 0 eingeschlossen, 
und in ein P sumwandelt diente dies selbe Zeichen, um die graben 
Linien hinten, wo an Taille oder sonstige weibliche Bac3reliefs 
wohl zu denken ist, mit anzudeuten. Das Carr,eau:Aß, der 
gleithsörmige Eckstein mit der Whistkarte, oben, entstand aus 
dem fliegenden Kleide und der vieretkig:ovalen Figur des kleinen, 
verliebten Springen; mit der doppelzipfligen Hauehofmeister: 
peiFücte scwelches der StuHerkdnig Derrick von Balh sein solld; 
dagegen bezeichnete das doppelte L die paralleleLagesder Hände 
und Arme seiner sznsghast kokettisrenden Mittänzerin, 
sdie, wie eine Wespe eingekerbt, sich schon Bienenmutier träumt; 
Hund endlich wurden die zwei legten Wellenlinien für die graziöfen 
iWendUngen derbeiden lieblichen, n1enuettirenden Gesial: 
itein gezogen, welche links die schöne Hauptgruppe des Bilder; 
auen1aiI1cn.H 
So ungefiihr lautet des seigensinnigen Künsklerversassers als 
 phabetische 2lnalyse seiner genialsij:en Idee von einem Sehönheits: 
ssyistemse. Ueber die iniühfan1es3ergliederung vergißt er von vorne 
her eine Definition festzusetzen. Sage mir, liebliäye Leferin, was 
ist eigentlich die Schönheit7 Du schweigst und blickst verlegen 
lächelnd in den Spiegel und hast schon halb die Wahrheit gefUU7
        

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