Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Le Petits Ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche
Person:
LePetit Gutzkow, Karl Riepenhausen, Ernst Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-23037
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-23911
der Schönheit. Erste Platte.  W 
auch einer neuen Göttin weichen, denn ein Stern ging auf in 
Osten und wird wieder untergehen in West. Heime Dich nicht, 
daß die Siegerin heute ihr Frühlingsfest feierti glaubI, ohne Dich 
könnte sie es nicht begehen;  denn was ist Religion, was ist 
Liebe, ohne den Schleier des Geheimnisses7 
Silen, der taumelnde Messia8 einer griechischen Mythen; 
weit, ein antiquer Falstaff in den Bacchus:Komödien der ClasNker, 
Silen, der 1mfteVbliObs G0tt:Waldn1ensch, der unermüdliche EselS: 
bereitet, öffnet die Lippen zum Sprechen is und lallt, denn er 
ist betrunken, wie immer. Dehne Dich nur aus, göttliche Miß: 
gelenkt menschlichen Wahns, Kobold des Weins, mache es Dir 
bequem auf Deinem Lager; noch ist kein neuer Gott Deiner Mag 
jkstät zu nahe getreten. H 
Sphinx und Silenus schweigen beide. 
Wie wird7s mit dem Feitspiele7 Jst denn umsonst die Früh: 
lingsgöttin eingezogen in den von Hogarth neu eebauten Tempel2 
Noch guckt der zornige Künstler nicht aus dem Drittel Fenster, 
das oben in sein Atelier geht; noch wartet er in Geduld, denn 
er weiß, seine Mechanik kann nicht fehlschlagen. Da tritt 
Esset vor, der Tanzmeister. Er räuspert sich und stellt 
sich gebürlieh in Position, nach allen Regeln seiner anstän: 
III Hoga.rth meint bei dieser Figur:  Die menschliche Natur 
kann schwerlich mkhr erJ1iedrigt werden, als es in dem Charakter 
SilcnIs der Fall Ist; lauft doch auch die Fig. 49, Nr. 7 abgebil: 
dete krumme, zusac31mcngebeugte Linie in gigakxtischer Berunstal: 
kkmg durch lage Zuge seines Gcßchtes und. die andern Theile 
seines jchwemcschek1 ;Körpers.j7 Also gesteht hier deF Meister selbst, 
daß senJe WeUeplrnte nur ein fcl7wFnkender 51jegrcjf sei, des bei 
der kleinsten Divergenz von der hochIken SchonyeIt zur gkößkm 
Häßlichke1t auöarte. .
        

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