Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
J. P. Lyser's ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche ...
Person:
Lyser, Johann Peter Riepenhausen, Ernst Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-22088
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-22655
seichte; Entseizlicheres als die Triebe der Menschen in ihren Aus: 
artungenl Aber am entset;slich1ten der Jedem, auch dem Besten 
unter uns, eigenthümliche Trieb zur Grausamkeit. Was sind hier 
Löwen und Tiger in ihrer ungebändigtften Wuth gegen ,,den 
Herrn der Schöpfung,U den Menschen7 . Sie würgen, aber 
in wenigen Secunden hat ihr Opfer ausgeblutet und ansgelitten, 
der Mensch hingegen martert langsam, und weidet sich an 
dem Butten und Stöhnen der unglürtlichen Geschöpfe, die unter 
feinen Händen sterben. Ich habe irgendwo in einer Reisebe: 
schreibung von einem großen Feste gelesen, welches eine halbwilde 
Nation oft unter sich veranstaltet, wo ein lebendiger Ochse nieder: 
geworfen wird, und nun jeder Gast nach Gefallen von dem lsrül: 
lenden Thiere sich seine Pörtion Fleisch schneidet, und mit Wohl: 
behagen verzehrt. s 
2lchL HogarthIs folgende Platten enthalten bei weitem 
nicht das Grausamste, was das reißende Thier, Mensch genannt, 
zu verüben im Stande ists Sehr man den vierjährigen Knaben 
mit dem Käfer, wie er seine Lust daran hat, ihm ein Bein nach 
dem andern, nnd dann einen Fli1gel nach dem andern, endlich 
die Fühlhörner, und endlich is: endlich, weil nichts mehr zucken 
will, den Kopf abzureißen und den Rumpf zu zertretcn s sehe
        

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