Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Georg Christoph Lichtenberg's ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche
Person:
Lichtenberg, Georg Christoph Riepenhausen, Ernst Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-12945
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-13944
in einem Verkleinerunge3fpiegel lieh, was dort hinter den dicken 
Mauern bei Herrn Weißen vorgeht. Jedermann, der den 
kleinsten Anspruch auf Dichtergefiihl macht, wird hier Ho; 
garth7s Kann bewundern müssen. Ich kenne auch wirklich in 
den Werken der Alten keinen Zug, der Ich mit diesem vergleis 
chen ließe, als etwa den beim Virgil, wo er den Aeneas 
auf feinem Schilde die Streiche feiner Nachkommen, beinah bis 
aus Pabft Peter l, durch den dicken Nebel der Zukunft 
schauen läßt.  Es ist, neueren; mucxmcii.c, ganz dasselbe, Was 
White dort dunkel vers Mauren giebt, das giebt Blatt hier 
J llumin irt oder doch unter sreiemHimmel. Also hier alles ge: 
rade weg zu lesen was dort vorgeht, erfordert nichts als Augen, 
und eine kleine Kenntniß von plus und minns und von Schwarz 
und Weiß, in welche lich alle Farben verlieren. Folgende un: 
ter den Nubriken Schwarz und Weiß geordnete kleine Fins 
gerzeige werden jeden Leser sicherlich durch das Ganze führen. 
Was also hier unter Schwarz fleht, wäre etwa so was wie 
der Schild des Aeneas, und das unter Weiß die römische 
Geschichte dazu. 
 Schwarz. 
Hier Ast ein Schornüeinfegerjnnge, mit einer schwarzen 
Periicke; er hat einen ledernen Riemen über die Schulter, 
und spielt letzten Stich. 
Weiß. 
Dort werden es fein reinliche Herrn mit weißen Perücken. 
Sie haben mit dem Schornüeinfeger oft nichts gen1ein, als das 
Ecnporsteigen durch Kriechen, und das durch schn1utzige 
.Kanäle. Ueber den Schultern haben sie zuweilen breite sei: 
dene Riemen, und spielen Pharao.
        

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