Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Georg Christoph Lichtenberg's ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche
Person:
Lichtenberg, Georg Christoph Riepenhausen, Ernst Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-10155
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-10477
Vorrede. 
V1k 
wollen, hieße. feine Sathreni auf das Laster und die Tborheit 
in eine anfsdie,Moral selbst verwandeln; Eotläßt sich in Knie; 
telversen sehr viel Gutes sAgM; Es lassen Mk; der Untugend und 
der Tborheit damit Hiebe erthcilen, die bis aus das Blut gehen, 
eben weil es Knitielverse sind. Aber beten muß man nicht 
wollen is in Knittelverfen. Das wäre Spott über das Gebet, 
und also etwas sehr UnsinnigeiJ. 
Aus diese Weise erläutert, würde Hogarth nicht bloß jedem 
verständlich, sondern der Geist eines jeden schon durch den Vers 
trag der Erläuterung, selbst wider seinen Willen, zu der Stimi 
mnng gebracht, in welcher allein man des großen geistigen Ges 
nusses fähig ist, den diese Blätter gewähren können. s 
Dieser Weg ist nun freilitb schwer, aber gerade der, den 
ich Csast möchte ich hinzusehen: leider1J eingeschlagen habe. 
Eine Weste Ic1crimae.7 Aber es M Miit einmal gkschchkkl, Und 
ich muß das Urtheil meines Vaterlander8 erwarten, mit welchem 
Suceeß ich ihn eingeschlagen habe. Was mich bei der Ungewißs 
heit, worin ich mich in Rücksicht aus jenen Spruch befinde, 
tröstet, ist hauptsächlich zweierlei. Einmal bin ich der erste, 
der sich auf diesem Wege versucht bat. Ich hatte keine Vorgäns 
ger, weder in Deutschland noch in England, noch in sonst 
irgend einem Lande. Denn was Herr Jreland aus demselben 
gewagt hat, ist sieben Jahre neuer, als meine ersten Versuche 
hierin, und wenn ich je etwas Gutes hierin geleistet habe, so 
war das Bene schon gethan, und hauptsächlich der Ton schon 
angegeben, ehe ich sein Werk iiberhaupt gesehen habe. Uberdies 
nnd dieses Mannes Bemiihungen, ob er gleich seine engl iscbe,U 
Vorgänger alle hinter sich läßt, so besehaffen, daß ich ihn un1nöglctb 
hätte nachahmen können, auch wenn er mein Vorgänger gewesen 
wäre. Er ist bei allen seinen vielen Kenntnissen, und bei allem 
seinem Wih, und selbst der Laune, die zumal aus seinen SUIgSs 
I7Wgten Versen hervorlenchtet, in seinem Vortrage V III, Viel 
ZU fSfklitb. s Sein Pegasus Ldenn er reitet bestt3,NVIgi WO et 
hätte geben sollen; fällt bei jeder Gelegenheit in einen gewissen 
langsamseterlichen und festlichspanisthen Kronmars 
lcballstrab, ver diesProcession, die er ansühkk, sehr übel kleis 
del. Man vergißt den Reiter nnd die Procesiion, und sieht 
bloß anfTden komischen Taetsthlag seines is Zopss. Jchsbin in 
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