Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von Einführung des Christenthums bis zu Anfang des 15. Jahrhunderts
Person:
Förster, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-7211
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-9491
2. Von Mitte des l3. bis zu Anfang des 15.Jahrh. 
Sculptur. 
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wand den Hühnern nnd Gänsen, dort kommt der Wolf ituLitr. 
Sthafskleid in die fromme Heerde, und jeder Hölleurachen 
wird mit Mönchen und Nonnen, mit Aebten, Cardiniilen 1md 
Vischöfen, ja mit dreifach gekrönten Häuptern reichlich gefüllt.  
Der Teufel spielt überall eine große Rolle und selbst im In: 
nern des Heiligthums weiß er fein Raubnest aufzuschlagen. 
Im Negensburger Dom lttgt er ans einem sobeudrcin schön 
verziertenJ Loche in der Mauer tückisch lächelnd vor, unt sich 
der nicht taktfesten Christen beim Ausgang aus der Kirche zu 
bemächtigen; im Halbersicidter Dom sitzt er in Lebensgröße 
an der Seitemnauer und oerzeichnet die Namen der Kirchen: 
schlcifer auf einem Bocksfell u. dgl. m. 
32lugenseheinlieh um vieles günstiger war für die Scnlp: usw. 
tnr die Stelle am Altar, und um so wichtiger, als man sich 
schon lange nicht mehr auf einenAltar in der Kirche be: 
schränkte und es zu den ,,guten WetkenU gehörte, einen Altar 
zu stiften, auf welchem durch die geheimnißVolle Kraft der 
Kirche der ,,wahre GottH in der Wandlung geschaffen, und 
zum Heil der Menschheit, insonderheit der Stifter nnd ihrer 
Angehörigen, in unblutiger Weise geopfert ward. Die Er: 
gänzung der kirchlichen Handlung durch die Kunst ergab sieh 
von selbst, im ,,Fleisch gewordenen Wortes und im ,,blutigen. 
Opfer.H Die Darstellung davon tiel in Deutschland, wenig: 
stens später, vornehmlich der Seulptnr und zwar der Holz: 
sculptur anheim: Christus als Kind im Arm oder im 
Sehooß der Mutter, oder als Erlöser am Kreuz. Die Stifter 
des Altars mit ihren Fürsprechern im Himmel, den Schuh: 
patronen, waren natürliche Zugaben; ebenso die mehr oder 
minder ausfiihrliche Behandlung der Geschichte Chrifti, oder 
seiner Mutter, oder eines der Heiligen, wofür in der Regel 
die Malerei zu Hülfe gerufen wurde. Um eine das Ganze zu:
        

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