Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von Einführung des Christenthums bis zu Anfang des 15. Jahrhunderts
Person:
Förster, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-7211
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-8983
Zs;YjtLE7.7iitte Maria auf dem Thron, mit der Krone geschmückt wie 
eine Königin, das heilige Kind aufdc1n Schooß, das sich in 
freier Bewegung segnend gegen die drei Könige wendet, die 
knieend ihre Geschenke darbringen. Zwei Engel rechts und 
 links zu Häupten der Jungfrau bringen Weltkörper dar; aber 
der Engel der Verkündigung steht zwischen ihr und dem froms 
men Nährvater, der mit einer aussResignation und Theils 
nahme gemischten Empfindung nach der Gruppe .sich umsieht. 
Jn der Spitze des äußersten Bogens ist der Engel des legten 
Gerichts, der die Todten aus ihren Gräbern ruft; und wir 
schen sie seinem Rufe folgen. Jn der Spig.e des untersten 
Kreises ist Christus umgeben von Engeln und theilt die Kro: 
nen des ewigen Lebens aus; im nächsten Kreise über ihm trägt 
ein Engel die begnadete Seele in Abrahams Schooß. Apostel 
und andere Heilige füllen den übrigen Raum der Hohlkehlen 
als Zeugen der Macht Christi. Die Unholden Gestalten aber 
am Fuße der Bogen sind die nun bewältigten feindlichen Na: 
tnrmäehte, die Sünden nnd der alles Verschlingende Löwe Tod. 
Diese Sculptnren haben in ihrem Sthl keinen Schimmer des 
Bhzantinismus mehr und von der Antike die Freiheit nnd 
Schönheit ideales: Formengebuug und Bewegung.s In der Aus 
betung der Könige ist eine Größe und Leichtigkeit der sytnme: 
trischen Anordnung, die der vollendetsten Kuns1epoche singe; 
hören könnte. Ja allen Gestalten ist ein.edles Gleichmaß,s 
klarer Zusammenhang, lebendige Motivirung, in den Charaks 
teren verbindet sich ideale Schönheit mit natioualer Eigen: 
ordnung der Figuren 1viderfprieht auch der Annahme in sofern, 
als die beiden letzten Königinnen zwischen Daniel und dem Täufer 
und in gar keiner räumlichen Beziehung zu dem Jüngling CSa; 
lomoJ nehm.
        

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