Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Kunstwerk als Darstellung einer künstlerischen Vorstellung
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3544906
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3545212
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portion, in sich schließen. Wir haben diese Empfindung 
nicht etwa deshalb, weil uns die Ursache angenehm ist, son: 
dem weil sie uns größer, bedeutender als andere Ursachen 
dieser Gattung erscheint. 
Achtung haben wir nur aus dem Grunde vor etwas, 
weil es sich durch Eigenschaften auszeichnet, welche das 
Maß des Gewöhnlichen oder unsere Voraussetzung übertreffen. 
Die übrigen Fälle, in welchen das Wort ,,Achtungti noch 
gebraucht wird, nehmen wir von der Untersuchung aus, 
da diese keine Empfindungen bezeichnen Cz. B. Achtung vor 
dem GeseZe, Selbstachtung 2c.J, sondern nur eine Erkenntnis, 
ein Erzeugnis unseres schließeuden Denkens. 
Die Formen des Empfindens sind dadurch bedingt, 
ob dasselbe plötzlich, oder durch eine zukünftige, oder 
durch eine gegenwärtige oder vergangene Ursache er: 
regt wird. 
Die erste Klasse umfaßt die Ueberraschnngen, die 
angenehmen 1Ind unangenehmen, den Schrecken, das Ent: 
sehen. Von Achtungsempfiudnngen gehören hierher das Er: 
staunen, die Verwunderung. 
Die zweite Klasse umfaßt die Hoffnung und die 
Furcht, wenn der Eintritt der zukünftigen Ursache möglich, 
die Erwartung, wenn er wahrscheinlich oder sicher ist, der 
höhere Grad der Erwartung ist die Spannung. Aber auch 
diejenige Empfindung wird als Spannung bezeichnet, welche 
nicht blos den Eintritt der zukünftigen Ursache, sondern 
zugleich die Lösung der Frage erwartet, welche von meh: 
reren Ursachen eintreten werde. Tritt die Ursache nicht in 
der erwarteten Form ein, so entsteht die Cder folgenden 
Klasse angehörigeJ angenehme oder unangeneh1ne Enttäug
        

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