Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Raphael und sein Verhältniß zu den Zeitgenossen
Person:
Rumohr, Carl Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3524248
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3525121
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aber dürfen wir glauben, was er über Naphaels Verhältniß 
zum Frate. erzählt, weil es hinsichtlich des h. Petrus imQui; 
rinal augenfällig ii7f,. sonst aber mehr als wahrscheinlich, daß 
er in1allen Naphaels Aufenthalt in Florenz angehendm Dikx, 
gen müs1d1fcl7en Mittheilungen des Nidolfo Gl;irlandajo ge; 
folgt sey, welcher in hohem Alter noch lebte, als Vasari die 
ersie Anklage feiner Malerleben vorbereiten. Unverzeihlich, daß 
er eine so treffliche Quelle nicht bis auf den Grund ausgei 
nutzt hat.  
 In dieser Ueberiicht habe ich mich auf solche Stücke bei 
schränkt, welche ich zu untersuchenvZeit und Gelegenheit ge: 
fanden. Allein es werden verschiedene anderweitige Jugend; 
Werke Raphaels genannt. Vasari nennt zu Perugia in der 
Servitenkirehe, Kappelle Anfidei, eine Madonna mit S. Ioh. 
Baptisra und S. Ricolaus. Um die Mitte des achtzehnten 
Jahrhunderts cMorcl1j, guida di PerugiaJ glaubte man dies 
fes Bild noch zu besitzen, welches ich nicht mehr aufgefunden 
habe, noch dessen Schicksale kenne. Es möchten hier Vers 
tvechselungen die Dunkelheit vermehren.  Für den Herzog 
von Urbino, meidet er ferner, habe Naphael dreh kleine Bili 
der gemalt: zwei; Madontien, einen Christus im Garten. Den 
letzten glaubte man in der Gallerie Orleans zu besitzen, welche 
nun auch verstreut  Ob eine der betannteren Madonnen 
vormals dem Herzoge gehört habe, iß ungewiß. Nach Los 
mazzo hätte der Herzog von Urbino auch den heil. Georg be; 
sesfen, welcher, nach der wohlerhaltenen Bause unter Naphaels 
Zeichnungen in der florentinischen Gallerie um dass J. 1594 
gemalt sehn müi3kEs sss Malvasia, Felsina pitt., im Leben 
des Frcmcescp Francia p. 44. führt zu Bologna verschiedene 
dem Vasari unbekannte Arbeiten Raphaels auf, deren eine
        

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