Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Raphael und sein Verhältniß zu den Zeitgenossen
Person:
Rumohr, Carl Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3524248
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3524500
II 
des großartig, wohl auch des unbedingt Schönen. Davon 
war auch Georg Vasari, der Wortführer dieser Schule, ganz 
durchdrungen. Mit bedeutungsvoller Zurückhaltung Her mochte 
das noch frische Andenken Naphaels scheuenJ deutet er nun 
an zwei; Stellen an, daß Naphael, was nach seiner Ansicht an 
ihm das Beste war, früher dem Carton von Pisa, später der 
Decke in der ßxtinischen Capelle sich abgelauscht habe. Der 
Theorie nach blieb also dem Naphael schon damals kaum ein 
eigenthümliches Verdienst.   
 Nachdem in der Folge die Schule des Buonarota, in 
immer schwächerer Wiederholung übereinkömmlicher Formen, 
bis zum Ohnmächtigen sich erschöpft hatte, daher nun auch 
andere Verdienste ersten Ranges zu billiger Anerkennung ges 
nassen, ward im Tizicm, bald auch im Epeeggio, iebenifacIs 
irgend ein absolut Schönes entdeckt und wiederum, zugleich 
mit jener michelangelesken Großartigkeit der Umrisse als Maaß; 
siab an Naphaels Werke angelegt VI. Als endlich, in noch 
späterer Zeit, die Kunst ihre Praxis fast aufgegeben hatte, 
nur mit ihrer Theorie noch beschäftigt schien, sollten Naphaels 
Malereyen, um die Probe zu halten, sogar bildnerische Schön: 
heiten darlegen, wurden sie daher mit bestimmten antiken Stas 
tuen, in welchen man nunmehr endlich das Aechte, unbedingt 
Schöne entdeckt zu haben glaubte, ganz im Einzelnen vers 
glichen VI.     
Freylichsnun konnte man dem glanzvollen Localton des 
Tizian, den kräftigen Gegensätzen des coreggesken .Helldunkels, 
H S. Isettek0 su1lu pittuk:i etc. Roma Jl754. 
Wiese AunibaleIs an seinen Oheim Ludwig Caracci. 
  
        

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