Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Raphael und sein Verhältniß zu den Zeitgenossen
Person:
Rumohr, Carl Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3524248
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3525689
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Hoheit zu verleihen, hiedurch die Schauer des Wunderbaren 
und Geistigen anzuregen.    
Schon im vorangehenden Bande habe ich bemerkt, daß 
die Madonna di S. Sisto, der erhabenste Schmuck der.Dres. 
dener Gallerie, nothwendig von eineriBrüderschaft fCcomL 
 see den Zweck besten: worden ist, keep weiches: 
Tagen, an zwei; Stangen befestigt VI, in ProcesIon durch 
die Kirche, oder auch in der Stadt umher getragen zu wer; 
den. Alles spricht für diese Vermuthung; die Handlung der 
beiden Rebenheiligen, denn die heil. Barbara empfiehlt die 
Verehrung der MadvMm, der heil. Sixtus hingegen die Brüs 
derschaft, welche nach ihm benannt war, der Obhut der Jung. 
frau; das Bild ist auf Leinwand gemalt, deren die rö; 
mischen und toscanischen Schulen damals höchst selten, und 
nie ohne Veranlassung, sich bedienten; das Ganze ist 
ohne Boden, schwebt,in der Luft, eine Unschicklichteit in 
welche weder Naphael, noch sonst ein Zeitgenosse, bey Altare 
gemälden jemals verfallen ist; nicht zu gedenken, daß auch der 
GuidoHder MüncheneriGallerie, welcher.ßcher einer Brüder; 
schaft gehört und bey feherliohen Umzügen getragen worden, 
gleich unserem Bilde als eine Lufterfcheinung aufgefaßt, des 
Bodens ermangelt, der feststehender: Altargcmälden nöthig ist. 
Diesen, mir scheint, überzengenden GrC:nden kann man ente 
gegensetzen, daß Vasari W; sage: ,,Naphael habe für die 
II Ich hatte das Kunsisvort: sImpe1Ioue. in; Fahne übersetzt; man 
hatte, aus Unkennmiß der Gebriiuche, die Kirchensahnen weich ;md Nat: 
ternd M VvkgeikkIIky gleich beUsRegimentsfahn,en,sund darauf Einwürfe 
gegründet. 2procesiionsbilderd werden aber von Zweck, vier und mehr Pers 
sonen an zwei; Stangen getragen.  I    
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