Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Raphael und sein Verhältniß zu den Zeitgenossen
Person:
Rumohr, Carl Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3524248
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3525414
I02 
Noch unter Julius Il. vollendeteser in dem Zimmer, 
welches auf jene erste Stanza folgt, die Verzierung der Decke 
und, an den Wänden, zwei; große halbrunde Gernälde; die 
übrigen fallen schon in die Regierung Leo X. In den Sei 
milden der Decke ist, .durch eine fehlerhafte Mischung des 
Kalkbewurfes, die Farbe erloschen; dejTenungeachtet sind siesin 
verschiedener Hinsicht bemerkenswerth. .Einmal versuchte Ra; 
phael an dieser Stelle zuerst, durch einen breiten, leicht Ver; 
zierten Rand und durch Andeutungeni der Spannung, auch 
durch eine flachere Behandlung der Bilder, diesen das Ansehn 
von gewirkten Teppichen zugeben, was bezeugt, daß er schon 
damals darauf bedacht gewesen, der schn3eren, drückenden Wir; 
kung jener ersten Gewölbdecke auszuweichen. Ferner wieder, 
holte Naphael in einer dieser scheinbaren Tapeten,,dem Opfer 
Jsaac, noch einmal jenen wunderlich verkürzt vom Himmel 
herabwirbelnden Engel, dessen wir uns aus früheren Erwäh; 
nuugen erinnern H. Endlich ist auch dieses bemerkenswerth, 
daß hier bereits jenes eigenthümliche Princip der Anordnung 
hervortritt, welches den bekannten VArazzi Naphaels so viel 
Bewunderung und Beysall erworben hat. Die fraglich ganz 
verblichenen Gemäldessetzen dieses Princip nicht so deutlich 
ins Licht, als das vortrefflichsie Blatt dessMarcantonio nach 
dem Entivurfe zu einem dieser Bilder, der Verheißung der, 
Nachkommenschaft XVI.  
Die Nachtheile jenes technischen Probestückes, oder Ver; 
  H Lunette in S. Severo, Krucifix Fesch, Madonna di Pescia. 
W In der ehemals von Birkenstdck, jetzt dem Herrn Sen. Wen; 
tunc zu Frankfurt a. M. gehörenden Sammlung von MarcantonIs Ko: 
pferiiichen befindet sich ein besonders faftiger Abdruck, den der Künste: 
selbst könnte befugt haben.  I 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.