Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Text
Person:
Lübke, Wilhelm Lützow, Carl von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3555413
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3556416
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Zweiter ,AbZcI111itt. 
dieser bunten Formenwelt zwei herausgehobene Thcilchen mit, von denen 
das eine die Gestalt eines Dreifusses, das andere die eines Kandelabers 
hat.  Zahn, 0rnamente aller klassisehen Kunstperi0den, Taf. 38. 
Pia. 13. I.anclsehs.tt.s Auch landschaftliche Malereien sind nicht 
selten den wechselvollen Bildern eingereiht; doch sind dieselben meistens 
in arehitelitonisehem styl gehalten und in einer flüchtigen Dek0rationss 
manier ausgeführt. Das Fig. 13 gegebene Bild führt uns an einen KreuZs 
weg, an dem drei Tempelgcbäude zusammen stehen; aus dem Heiligthum 
zur Linken tritt eine Priesterin mit 0pfcrgeräthen in den Händen hers 
vor; ein Reiter zieht von seinem Hunde begleitet über den Platz; an 
jedem der beiden vorderen Tempel steht ein grosser Baum, den Hinters 
grund schliessen Büsche und ein auf zwei Pfeilen: ruhendes gebogenes 
JMQ11ekWczkk ab.  Museo B0rb. T. VI, tav. 4. 
F1G. 14iu11d 15. st1111ehen.  Die kleineren Felder der Wände 
sindsauel1 häutig mit Gruppen von Friichten, Gerätl1en, Thieren u. dgl. 
ausgeschmückt, ,welche man in der modernen Malerei mit dem Namen 
,,Sti1llebenU bezeichnet. Auf Fig. 15 bemerkt man eine durcl1sichtige 
Schale mit Trauben und Früchten, daneben einen geöffneten Granatapfe1 
und zwei andere Gefässe; auf Fig. 16 eine hübsch geordnete Gruppe 
von allerhand Seegethier, einen Hammer, Sepien und Austern, dabei 
den Dreizaek des Poseidon und ein mit Meerthieren verziertes Gefäss, 
auf dem Bin Vogel sitzt.  Museo Borb. T. VI, tav. 38, l U. 2. 
F1G. IS Und I7. Atehlte1ttoalsehe Wandver2lekungen.  Das iippigste 
Spiel ihrer gestaltenreichen Phantasie entfalteten die pompejanischen 
Wandma1er in den architektonischen Zierrathen der seitens und Zwischens 
felder. So bauen sich hier aus zarten Säulen und Kandelabern, die mit 
Figuren, Blumen und Ranken durchflechten sind, perspektivisch geords 
nete Tempelchen, Thürme und Hallen auf; und darüber ist eine in ans 
muthig wcehselnder Farbe gehaltene Fülle von 0rnamenten, Menschen 
köpfen und Thieren, aufgehängten Waden und Vorhängen ausgebreitet.ss 
Zahn, die schönsten 0rnamente und merkw,iirdigsten Gemälde von Pompeji, 
Herku1anum und Stabiae, Heft X, Taf. 99 und Heft IIl, Taf. 23. 
Tafel 
XII. 
ANT1KE M0sAIKEN. 
Pia. 1ss6. Die AIcxq1idsksch1ac:ht.  Die Kunst mit farbigen, aus 
Th0ns, Steins oder Glaswii1sfe1ehen 7.usammengesetzten Bildern die Fusss 
böden der Gemächer auszuscI1miicken, musivisehe Arbeit oder Mosaik 
genannt, scheint in Griechenland von der pracht1iebenden alexandrinisehen 
Epoche 11erv0rgebracht, in der Zeit der römischen Kaiser aber erst zur 
höchsten Ausbildung gelangt zu sein. Als das Hauptwerk dieser Kunsts 
Lust und das wichtigste erhaltene Denkmal der antiken Malerei überhaupt 
betrachtet man den am 24. Oktober 1831 zu P01npeji aufgedeckten Fusss
        

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