Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Text
Person:
Lübke, Wilhelm Lützow, Carl von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3555413
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3556344
Die Denkmäler der 
k1assisc11en Kunst. 
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rie11 geful1de110 Ampl10kLt.  Gerl1ard, auserlesene grieehisehe vasens 
bildet, hauptsZiehlieh etruskischen Fund0rts I, Taf. II, Fig. I. 
Pia. 2. scheue 1Ikomq.ohos. J Dieses, ebenfalls in Vo1ei ausgegras 
bene Gefäss wird durch die mit altattisel1en Buchstaben gesehriebene 
1nsehrift als ein panathenaiseher Siegespreis bezeichnet. Dazu stimmt 
denn auch das Bild der v0rkämpfenclen Göttin Cvgl. Taf. 16. Fig. 13J, 
welche mit Schild und Speer bewaffnet zwischen zwei mit ILampfh5jhnen 
gesehmiiekten Säulen dahin schreitet.  Monumenti incditi c1e117 jnstituto 
di e0rr. areh. I, tav. XXl. 
F1e. 3 und 4. Wagenkennen und Iungkampt.  Die Riickseiten s01s 
eher panathenaiseher Prcisa1nphoren sind in der Regel mit Darstellungen 
versehiedenartiger Wettkämpfe geziert, wiesuns Fig. 3 z. B. einen an der 
Mseta v0rbeijagenden WVagenlenker auf seinem Viergespann, Fig. 4 eine 
sce119 aus den Ri11gliämpfen O.rbietet.  Monu1nenti dcll7 inediti instituto 
d. e. a. l, tav. XXII, Fig. 2. b und 8, b. 
FIG. 5. Göttervereiu.  Von der wunderlichen Feierliehkeit des 
alten Styles gibt diese Vereinigung dreier symn1etriseh gegenüber gestells 
ter.Götterpaare eine Anschauung. In der Mitte stehen sieh die mit der 
Aegis bekleidete, Islelm und Speer tragende Athene und der spitzbärtige 
Hermes, der hier Iausser,den1 Her0ldstabe durch das Wel1rgel1enk bes0ns 
ders als Beschützer der Kampfspiele bezeichnet ist, gegenüber; zur Linken 
reihen sieh ihnen Apollo mit der Leier und Asrtemis, zur Rechten Dies 
nys0s; mit Trinkhorn und Epheuzweig und eine Göttin an, welche man 
wegen ihrer üppigen Körperformen wohl für K0ra zu halten hat. Das 
Gefäss, eine zu Volei aufgefu11dene IIydria, befindet sieh jetzt in der 
MiincheIier Sammlung.  Gerl1 ard, auserlesene grieehisel1e Vusenbilder, 
I, Taf. xv1. s  
F1e. 6. lI1ysses und Nester.  Sehr häufig finden sieh auf den Versen 
alten styles Darstellungen der grieehisehstreja1iisehen Heide age. Das 
xvorstehende Bild eines aus Neapel stammenden Gefässes sehP1ert einen 
Moment aus den vielbesehriebenen Thaten des 1Jlysses und Diomedes. 
Die Helden  kehren mit den. erbeuteten Rossen des thrakischen Königs 
Rhes0s eben in das griechisehe Lager zurück. Vor demselben treEen sie 
auf Nester, den auf dem KIuppstuhle sitzendcn Greis, und ihm erzählt 
nun der behelmte Ulysses, während er die R0sse am Zügel hält, die Ges 
sehiehte des Raubes; die besehädigte Figur in seinem Rücken ist Dies 
l11SCISss Zu beiden Seiten stehen bewaffnete Krieger.  T i s ehbejn, 
Reee11il de gi:avures d7apres des vases antiques du eabinet de Mr. le chevalier 
kIamilton, 1I, pl. 4.  
Pia. 7. Opfer.  Mit dem Eintreten der hellen Figuren auf duns 
keine Grunde, wie sie dieses ebenfalls in Neapel gefundcne Gefäss aufs 
WS.1sk; gewinnt die Zeichnung der Vasenbilder allmählig eine grössere 
Schönheit. Den Uebergang zu der höchsten Vollendung macht der sos 
89UEmUt9 Sl7k9D80 Styl, dessen Merkzeichen wir in der übergrossen Ziers 
HChk9j.t der KökP0kk0rmen, der feierlicher: Haltung und eckigen Bewegung 
C19k Figuren Mk dem vorstehenden Bilde wahrnehmen. Zwei Frauen 
Opfern hier auf einem brennenden Altar, über welchem die mit Bäi.nderu
        

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