Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Text
Person:
Lübke, Wilhelm Lützow, Carl von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3555413
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3559681
KunstcIenkn1äler 
Die; 
der 
Gegenwart. 
403 
Auch dieser Künstler ist sonach grösstentheils mit m0numentalen Weis 
ken, selten mit einem 0elgen1iilde aufgetreten. Unsere Darstellung bei 
zeichnet den ergreifenden Moment, wo die Tragödie der alten Dichtung 
ihr blutiges Ende erreicht. Durch die ofkene Bogenhalle sehen wir sehen 
im Hintergrunde Flammen und Itauehwolken aus dem brennenden Palaste 
aufsteigen. Auf der Stiege der Halle erscheinen die Diener mit dem 
Leichnam König Gciinthers. Aber sehen hat der alte Hildebrand an der 
grimmigen Krimhild für den Doppelmord Rache genommen. Eben stösst 
er sein Schwert in die Scheide, während die Königin dicht an der Leiche 
1sIagen7s, ihres anderen Schlaehtopfers, niedersinkt. König Etzel fängt 
die,sterhende Gemahlin auf; seitwärts steht Dietrieh von Born, in ents 
setzensv0lle Klagen a11sbrechend.  Julius Schnorr von Oarolsfeld ist 
1794 in Leipzig geboren und seit 1846 Zu Dresden in rüstiger Schöpfers 
kraft tl1ätig.  Nach dem Stich von Th. Langer. 
 F1G. 5. Die beiden 1Ilekieen am Grabe des Herrn , von Pb. velt.  Zu 
den Künstlern, welche an den Fresken in der Gase Bartholdi 11nd der 
Villa l8lassimi Cvgl. den Text Zu Tafel. 106J hetheiligt waren, gehört auch 
Philipp Veit, geb. 1793 zu Berlin, später in Frankfurt am Hain und seit 
1843 in Sachsenhausen thätig. Er hat sieh vorzugsweise der religiösen 
Malerei zugewandt, worin er eine eigenthiimliehe Grossartigkeit neben 
edler naiver Anmuth entfaltet. Mehr als die übrigen seiner Genossen 
hat er auch die 0elmalerei geübt. Unsre Abbildung.fiihrt ein fur den 
König von Preussen ausgefiihrtes 0elgemtilde vor, ein Werk voll stiller, 
abeudlieh ernster Stimmung.  
FIG. 6. Christi Ge1sse1ung, von stein1e.  In innigem Anschluss an 
0verbeck hat Joh. Bd. Steinle Cgeb. 1810 zu WienJ sieh der sogenannten 
nazarenisehen Richtung in der Kunst hingegeben und in einer, meist 
etwas befangenen mitte1a.lterliehen Bmptindungsweise seine religiösen 
Bilder, sowohl Fresken, als 0elgcmäldes geschaffen. Zu den ersteren ges 
hören vornehmlich .die im Auftrage des Herrn von BethInannsIIollweg 
auf Schl0ss Rheineek in der Kapelle ausgeführten Malereien, sowie die 
Engelchöre im Ch0re des Kölner Doms, letztere von grossartigem Styl. 
Seit 1850 wirkt er am StI.idel,sehen Institut zu Frankfurt als Professor 
der Hist0rienmalerei.   
Tafel 
XIV. 
k120.J 
DBUTsOHlZ MALI:JRlsjl. 
Aeltere 
llerl 
Schule. 
FlG. I. Doge ums Dogs.resse, von Ico1he.  FVTiI1kenc1 in Miil1Ohen die 
Malerei durch eine Reihe un1fangreicher Aufgaben sich in grossartigem 
m0numenta1em Sinne entfaltete, wurden die kiinst1eriscl1en Kräfte in 
Berlin mehr auf die Tafcl1na1crei hingewiesen. Es bildete sieh hier das 
her eine  Richtung aus, die nach lebendiger Ch;k,.
        

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