Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Text
Person:
Lübke, Wilhelm Lützow, Carl von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3555413
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3558299
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Vierter Abschnitt. 
Leinwand übertragen. Es misst 8t W in der Höhe und 6, 4U in der 
Breite und befindet sich in der Gi1,lerie des Palazzo Pitti z11 Florenz.  
Nach dem Stich von Callendi im ersten Bande des Musee francais. 
Fig. Z. Der n. 1vtakeus, von demselben.  Eine gleiche Grösse der 
Conception spricht aus dem colossalen Bilde des h. Marcus, welches urs 
spriinglich in S. Marco zu Florenz, jetzt in Palazzo Pitti aufbewahrt wird. 
Der Evangelist sitzt in einer Nisehc, den linken Fuss auf eine, mit der 
Namensinschrift: S.Iilarcus Eva.ngclista vcrschene Stufe setzend, auf den 
rechten das Evangelium stützend, und blickt nachdenklich zur Erde, wie 
zu seinem Werlce sich v0rbcreitend. Der Eindruck der Figur wird durch 
die reichen Gewandmassen, die in schönem Faltenschwunge sich um den 
bewegten Körper legen, zu imp0santcr Höhe gesteigert. Das Bild ist 
auf Leinwand gemalt und 10t 7U hoch und 6, breit.  Nach dem Stich 
von P. Lasinio in Barcli7s Galerie Pitti, Bd. 1.  
F1G. 4. Ms.rlamlt c1emK1ntle, von c1emse1ben.ss Diese Gruppe der 
Maria mit dem Kinde ist einem grösseren Bilde, welches sich in der 
Galerie des Lord Clive zu London beHndet, entnommen. Auf demselben 
sehen wir im Ilintergrunde zwei Engel, einen Teppich zuriickschlagend, 
und davor, etwas tiefer, die h. Jungfrau, wie sie die Abbildung zeigt, 
mit dem Kind im Schooss auf einer Briistung sitzend. Das Kind deutet 
mit dem rechten Arm auf das von der Mutter links gehaltene Buch und 
schaut dabei auffordernden Blickes in die Ferne. Maria, die rechte Hand 
zart an das Kind legend, senkt das schöne. Antlitz, das von einem bis 
,auf ihren schooss herabliicssenden Schleier umwallt ist. In dem Ganzen 
erkennt man den Geist Fra Bartolommeo7s an der Hoheit der Haltung und 
dem grossen I.inienschwunge, mit dem die zarteste En1pEndung und 
Milde des Ausdrucks harmonisch vereinigt ist.  Nach dem Stich von 
Giov. Volpato. 
F1c;, 5. Portralt des Anclrea del satte, von ihm selbst.  Andrea del 
Sarto, eigentlich A. Vanucehi  den wir bereits zu Fig. I 
neben Fra Bartolommeo berührt haben, befindet sich zu diesem wie in der 
Auffassung so in der Begabung und Art seiner Bildung im vollk0mmensten 
Gegensatz. Sein Streben geht vor Allem auf die reizs und lebenvolle 
Darstellung der schönen Körperlichkeit; und eine mit der reichsten Phans 
tasie und einer rastlosen, glücklichen Hand ausgestattete Naturanlage 
steht ihm dabei zu Gebote. Das in vorstehender Abbildung wiedergeges 
bcne Portrait aus der Galerie Ricei O zu Florenz ist eines der zahlreis 
chen von ihm existirenden Bildnisse, in denen sich Andrea als Meister 
des C0l0ritS besonders auszeichnet.  Nach einem Stich von G. Saunders, 
F1s, 6. Karls mit nein Kinde unter Heiligen, von demselben.  Ein in 
Composition und Durehfiihrung gleich bedeutendes Hciligenbild besitzt 
die Gralerie des Berliner Illuseums in der vorstehenden Maria, welche mit 
dem lebhaft bewegten nackten Kind im Schoosse in einer Nische auf 
Wolken thront. In schöner, von einer freien Symmetrie beherrschter 
A,;0xk1nung umgeben sie acht Heilige, zur Rechten Petrus und Benedics 
tus, sowie der h. 0n0phrius knieend, links der h. Antonius von Padua 
und auf den Knieen die h. Catharina. 11n Vordergrunde unten an den
        

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