Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Text
Person:
Lübke, Wilhelm Lützow, Carl von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3555413
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3555778
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Erster Abschnitt. 
iiunsere Abbildung darstellt, misst.94 im Durchmesser bei St Dicke. Seine 
Vorderfläche ist mit jigürliehen Darstellungen bedeckt. 
F10. IS. Mexi1caniSeher Krieger mit einem 1cr1egsgetat1genon.  Ei.Hkz 
der Reliefdnrstcllu11gcn des eben erwähnten 0pfersteines,  welche 15 
Häuptlinge verschiedener Stämme von einem mexikanischen Fürsten unters 
j0cht zeigen. Der letztere hat seinen Gefangenen, welcher demüthig naht 
und dem Sieger als Zeichen der Unterwerfung eine Blume überreieht, 
am Kopfputze gcfasst. Die gr0teske Uebertreibung in der Darstellung 
des letzteren, die wahrscheinlich auf Anal0gieen der Wirklichkeit beruht, 
ist für die mexikanischen Bildwerls:e durchweg bezeichnend. Die Darstcls 
lung beträgt W. der 0riginalgrösse.   is 
Pia. 17. Kavaliers von Xocd1ca1co.  Die auf Taf. II. unter Fig. 9 
dargestellte Pyramide von Xoehiealeo Ist mit Re1iefs aus einem porösen, 
grobkörnigen Porphyr bedeckt. Sie zeigen in der Auffassung der Formen 
und der Bewegung mehr Natursinn als die übrigen Bildwerlce. Merk4 
würdig ist, dass die IImrisslinien erhöht wie schmale Bänder ausgeschnitten 
sind. Der Kepfputz wiederum gr0tesk übertrieben.  Fig. 11  17 nach 
N e b ei a. a. 0.   
FIGs 18s ROHR   K0lossal, in Stuclc ausgeführt an 
dem Taf. II. Fig. 13 d.argcs.tel1ten Palaste. Die stehende Figur scheint 
der auf wunderlich verziertem Throne sitzcnden eine Botschaft zu übers 
bringen. Der K0pfputz seltsam outrirt, .die Körperfo17nen dagegen und 
ihre Bewegung beweisen wieder, dass die mexikanische Bildnerei, wo es 
galt, Scenen deSVwirli1iehen Lebens darZustellen, nicht ohne eine gewisse 
Lebendigkeit des Natursinnes war, und nur in den Idolen und hieratis 
sehen Bildwerken in7s A.bstruse einer unglaublich barbarisehen Phantastik 
sich verirrte. .   
F1G. 19. 1vIex11canjse11es Gewinste.  Die.JIalerei der J,lexil;aner bei 
sehriinl;t sich auf einfarbige Ausfül1ung der Umrisse, wobei mögliehstLlebs 
hafte, grelle Farben beliebt waren. Die hier aufgenomme.ne Darstellung 
ist Facsimile eines im Borgianisehen Museum des C0llcgiums der Pr0pas 
ganda zu Rom befindlichen Bildes.  Fig. s18 u. 19 nach Lord Xingss 
borough a. a. O. 
Tafel 
C4sJ 
UND 
ABGYPTlsCHE 
NUB1SOHlJ BÄUTBN. 
          
bedeutendsten der ägyptisehen Te1i1pel Freibauten sind, haben sieh an 
einigen Orten Te1npe1anlagei1 vorgefunden, welche in dem natürlichen 
Felsen ausge11öl11t wurden. So bei Ahn Simbe1 Clbsambul, im unteren 
Nubien, Wo die Enge des Thales wohl die Veranlassung war, dass Rhams 
ses II. zur Zeit eines Höhepunlctes ägyptischer Kunstentwiel;e1ung die 
hier dargeStellten beiden Tempel ausfiihren,liess. Fig. 1 gibt die Ansicht 
,der ungeheuren F ac;aclen, welche mit ihren Bildwerken aus dem Felsen 
gehauen sind. Vor dem grösseren ClinJ:sJ halten vier kolossa1e sitzende
        

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