Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Schöne und die bildenden Künste
Person:
Ranzoni, Emmerich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3519065
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3522799
Die 
Künstler. 
Vor wenigen Jahren hatte ich mit einem der hervori 
ragendsten Kunftkenner, der in einer Großstadt in allen 
Kunstangelegenheiten eine maßgebende Rolle spielte, ein 
Gespräch über die Künstler, das mir unvergeßlich bleiben 
wird. Ich sagte nämlich, daß der Zustand, in welchem 
sich die Mehrzahl der Künstler heute befinde, ein höchst 
trauriger sei. Jenen Talenten, welche für die große Kunst 
prädcstinirt sind, mangle es häufig an würdigen Aufgaben, 
und nur an Aufgaben können solche Talente erzogen werden 
nach dem ebenso tiefen als vielverbreiteten Worte: es wächst 
der Mensch mit seinen Zwecken. Jch wies auch auf die 
bedrängte und schwierige materielle Lage der meisten Künstler 
hin, welche gleichfalls ihre gedeihliche Entwickelung in jeder 
Weise behindert und hemmt. Ich verbreitete mich auch 
über die vielen, mit Demüthigungen und Selbstiiber: 
windungen berechtigten Selbstgefühles verbundenen Schritte, 
welche nothwendig seien, um einem Künstler die Freiheit 
des Schaffens nach dem Zuge seines Talentes zu schaffen. 
Damit nicht genug, beleuchtete ich auch die wichtige 
materielle Rolle, welche heute die Kunsthändler im Kunst: 
leben spielen, und inwiefern diese auf die freie Schaffens:
        

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