Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Schöne und die bildenden Künste
Person:
Ranzoni, Emmerich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3519065
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3520997
Malerei. 
Die Malerei ist die Darstellung des Körperlichen auf 
der Fläche in Farben. Damit ist freilich nocJ nicht ein 
Kunstwerk gegeben, dazu gehört der Wohllaut der Linien, 
der harmonische Zufam1nenklang der Farben, der Reiz in 
der Abstufung der Tonwerthe, der schönheitliihe Ausdruck 
der Idee, welcher den geistigen und ethischen Gehalt des 
Ganzen bildet, die innere und äußere Gefchlossenheit, so 
daß alles von einem Mittelpunkte ausgehend, auf diesen 
zurückführt, und zwar so, daß der geistige und augenfällige 
Mittelpunkt sich vollkommen decken, eurhythmischer Abschluß 
gegen außen 1md Ho1nogenität in allen Theilen. 
Die Grundlage aller Malerei ist freilich die Zeichnung, 
aber alle Correctheit und aller Schwung derselben bürgt 
doch nicht dafür, daß sie, nachdem sie der Künstler in 
Farben gesetzt, Malerei geworden, von gleichem Kunstwerthe 
geblieben. Hat es doch zu allen Zeiten hervorragende und 
h0cJbcgabte Zeichner gegeben, welche, wenn sie zur Farbe 
griffen und die Wirkung, welche sie durch den Reiz des 
Contours und der Behandlung von Hell und Dunkel er: 
reicht hatten, unschön 1ualten, die von ihnen geschasfene 
Grundlage abschwächten, verdarben, entstellten, ja einzelne
        

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