Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben Michelangelo's
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3509978
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3510715
48 
Leben 
.Michelangelo7s. 
3weites 
C2lapitet. 
geseßt wird. Mit der linken Hand hält sie das Kind an sich, 
dessen Mund und Händchen nac; der sich ihm zndrängenden 
linken Brust suchen. 
Vor dem Jahre 23 aber kann Michelangelo diese Figur in 
Florenz nicht in Arbeit genommen haben. Als er im beginnenden 
Sommer 21 aus Carrara zurückkam, sollte jetzt erst die ganze 
Bestellung contractmäßig festgeseHt werden. Er feste seine 
Vorschläge auf; der Cardinal war nicht zufrieden damit. Michel: 
angelo erbot sich, das Innere der Sakristei als Modell in 
Holz, die Figuren in Thon anzufertigen und dann das Ganze 
gegen eine bestimmte Summe herzustellen. Er hatte gerade 
einen Anlauf von Grundstücken vor nnd wünschte das Geld 
darin anzulegen. Aber der Cardinal konnte sich zu nichts ent: 
schließen. Nun machte der Krieg in der Lombardei seine An: 
wesenheit bei der Armee nothwendig: diesmal sollten von 
Papst und Kaiser in Gemeinschaft dort einmal wieder die Frau: 
zosen herausgejagt werden, und so verläßt er Ende September 
Florenz, um als Bevollmächtigter des Papstes der Krieg: 
führung größeren Nachdruck zu geben. 
Vor der Abreise sprach er mit Michelangelo und bat ihn, 
die Ankunft des Marmors zu beschleunigen, Leute anzunehmen 
und arbeiten zu lassen, damit er bei seiner Rückkehr den Bau 
um ein tiichtiges Stück gefördert fände. Das Ganze war 
überhaupt noch so in den Anfängen, daß der Abschluß des 
Contractes späterer Zeit vorbehalten bleiben konnte. Auch gab 
er zu verstehen, daß die Ausführung der Fac;ade keine auf, 
gegebene Sache sei; übrigens werde sein Schat3meister, dem er 
Auftrag dazu gegeben habe, die einstweilen erforderlichen Gel: 
der auszahlen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.