Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben Michelangelo's
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3509978
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3510653
42 
Leben 
iJUichelangelo7s. 
Erstes 
O1apitel. 
ich von Geld noch in Händen habe, bin meiner Verpflich: 
tungen quitt und ledig und sehe über Alles eine Schrift auf 
welche der Papst unterzeichnet.H So Michelangelo9s Vor: 
schlag. Die Blätter, woraus ich diese SäYe citire, scheinen das 
von ihm für sich selbst oder für einen seiner Freunde aufge: 
setzte Brouillon, nach welchem die Schrift ausgearbeitet werden 
sollte, welche Leo zu unterzeichnen hätte. Alle Ausgabeposten 
sind bis auf das geringste aufgeführt. Es ist unbekannt, zu 
welchem Ende die Angelegenheit gediehen ist.  
Hiermit schließe ich das ab was aus den Londoner Pa: 
pieren für den ersten Theil nachzutragen war, und was dem: 
selben, hätte ich diese Dinge früher benuZen dürfen, in vielen 
Punkten andere Gestalt gegeben hätte. Besonders für die 
letzten Jahre gilt dies, von denen jetzt erst im Einzelnen 
erhellt was Michelangelo in ihnen arbeitete und wo er sich 
aushielt. Das geht daraus hervor, daß ihn der Papst nicht 
vernachlässigte. Das ferner, daß Michelangelo Florenz immer 
als seine eigentliche Heimath betrachtete, und daß, wenn er 
sich von Rom entfernt hielt, nicht die glänzende Rolle daran 
Schuld war welche Rafael dort spielte, sondern die Liebe zu 
seiner Familie, zu seiner Vaterstadt und zu der unabhängigen 
Einsamkeit, in die er sich entfernt vom päpstlichen Hofe 
leichter zurückziehen konnte.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.