Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben Michelangelo's
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3509978
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3514297
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Leben 
Michelangelo,s. 
Lichtes 
CEapitel. 
schreibens zu verstehen zu geben, wie er Michelangelo7s Ver: 
sprechen durch ein solches Geschenk nicht als erfüllt betrachten 
könne. Darauf wieder keine Antwort. JeHt endlich reißt dem 
Venetianer die Geduld. Wahrscheinlich hatte er einige alte 
Lappen von Zeichnungen empfangen, die mehr ein Spott als 
ein Geschenk waren. Er schreibt an Cellini einen drohenden 
Brief. Buonarroti solle sich schämen; er verlange Antwort, ob 
er etwas erhalten werde oder nicht; er bestehe auf einer Er: 
klärung, oder seine Liebe werde sich in Haß verwandeln. 
Dies im April 1545. Wieder erfolgte nichts. Im Herbste 
des Jahres aber kam Tizian nach Rom, und durch diesen, 
scheint es, wurde die Sache zum Eclat gebracht. Er kam aus 
die Einladung Paul des Dritten, um dessen Portrait zu malen. 
Wohnung und Atelier wurden ihm im Vatican angewiesen. 
Von Aretin brachte er verschiedene Empfehlungsbriefe mit und 
sie schreiben einander während der Zeit ihrer Trennung. 
Im ersten Briefe Aretins ist nur von Kunst die Rede. 
Sehnsüchtig erwarte er ihn zurück, um über die Antiken von 
ihm zu hören: worin Buonarroti sie überträfe, worin sie ihn, 
und ob Rafael Michelangelo in der Malerei erreiche oder über: 
biete. Welcher Genuß, über den Bau der Peterskirche mit 
ihm zu reden, den Aretin noch von seinen eignen römischen 
Zeiten her, den Bau des Bramante nennt. Dann wird nach 
Perin del Vaga gefragt und Sebastian del Piombo, ersterer 
damals der bedeutendste Meister in Rom, da Sebastian, seit: 
dem er eine fette Stelle erhalten hatte, nichts mehr that. 
Del Vaga malte nach Michelangelo,s Zeichnungen in der 
Sistina die Ornamente, die unter dem jüngsten Gerichte die 
Wand bis zum Boden ausfüllen, und in der Paolina die
        

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