Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben Michelangelo's
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3509978
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3513156
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Leben 
.Mic17elangelo7s. 
sechstes 
Capitet. 
lassen wollte. Ein Schiff landet ungesehen an der Küste und 
die Türken überfallen Nachts den Palast, aus dem Giulia, wie 
sie ist sich auf ein Pferd werfend, glücklich davonjagt. Wenn 
man solche Abenteuer erzählt findet, wenn man Jppolito nicht 
allein im äußeren Genuß des Lebens befangen, sondern zu: 
gleich als Dichter, als Uebersexzer eines Gesangs der Aeneide 
in italienische Verse, als Staatsmann und Oberhaupt einer 
mächtigen Partei erblickt, mitten im unaufhörlichen Wechsel 
großer und geringer Ereignisse, so begreift man eine solche 
Existenz zu sehr in ihrer Berechtigung, um die Zurückgezogenheit 
und Strenge von ihm zu fordern, aus der allein eine Würdi: 
gung dessen hervorgehen konnte, was die Christenheit von einem 
Cardinal der römischen Kirche zu verlangen hatte. Er war 
18 Jahre alt als er Cardinal wurde, und 24 als er durch 
Gift sterben mußte. 
Der Herzog von Florenz hatte nach Paul des Dritten Er: 
hebung eine Gesandtschaft geschickt, um ihn zu beglückwünschen. 
Filippo S7rozzi und Baccio Valori nahmen Theil daran. 
Diese, wie es scheint, gaben der Verbindung gegen Alessandro 
die letzte Weihe, von dem sie zu Rebellen erklärt wurden. 
Beide hatten eine Vergangenheit, an der sich nichts bemänteln 
ließ. Durch ihre Mithülfe zumeist war die Freiheit der Stadt 
vernichtet worden. Strozzi hatte den Bau der Citadelle eifrig 
befördert und wurde als Haupttheilnehmer, ja Anstifter der 
Ausschweifungen Alessandrois genannt. Trotzdem, als dieser 
ihnen beiden nicht den Antheil an der Regierung zugestehen 
wollte, den sie beanspruchten, sondern sie gelegentlich als Unter: 
thanen behandelte, die er die Macht bitter fühlen ließ, die er 
ihnen selber znmeist verdankte, wandten sie sich gegen ihn, und
        

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