Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben Michelangelo's
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3509978
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3512940
Das 
jüUgjIe 
Gericht. 
271 
auf Widerstand stieß, die Bestätigung des Contractes, durch 
den Michelangelo Urbino verpflichtet war. Michelangelo be: 
gann darauf mit den Entwürfen. Im Herbst 1534 war die 
Angelegenheit so weit gediehen, daß unter der Leitung Sebastian 
del Piombo7s die eine Wand der CapelIe von allem Bilder: 
schmuck befreit und für das Gemälde präparirt worden war. 
Es hatte sogar schon Streitigkeiten gegeben. Sebastian war 
dafür, daß das jüngste Gericht in Oel gemalt würde. Die 
Oelmalerei auf Kalt und Stein war seine besondere Lieb: 
haberei, eine Neigung, die seinen Werken ebenso nachtheilig 
geworden ist, wie sie es denen Lionardo7s wurde. Michelangelo 
erklärte sich dagegen. Die Oelmalerei sei für Frauen, Männer 
müßten in Fresco malen. Und als Sebastian trotzdem die 
Wand nach seiner Methode hatte zurichten lassen, war dies 
der Grund, weshalb Michelangelo mit der Arbeit in der Capelle 
anzufangen zögerte. Er soll dies dem Sebastian, seinem besten 
Freunde, niemals vergeben haben, so daß von nun an Kälte 
zwischen ihnen eintrat. Sebastians Kalkauftrag wurde wieder 
herabgekraßt und die Wand nach Michelangelois Angabe zu: 
gerichtet. Es ist nicht zu ersehen, ob dies noch unter Clemens 
geschah und auch die Malerei bei dessen Lebzeiten schon be: 
gonnen ward. War es der Fall, so blieb sie natürlich beim 
Tode des Papstes sogleich wieder liegen und Michelangelo 
kehrte zum Grabmale zurüc. 
Als ein seltenes Glück kann es betrachtet werden, daß auch 
jeHt wieder ein Papst folgte, der Michelangelo im ganzen 
Umfange seiner Verdienste zu würdigen wußte. Paul der 
Dritte, dessen Familienname Farnese ist, war noch von AlextUIs 
der Vorgia zum Cardinal gemacht worden. Seine Schwester
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.