Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben Michelangelo's
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3509978
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3512041
Sturm 
auf Volterta. 
181 
Regierung der Stadt möge sich Clemens wenden; weder durch 
eigene Gesandten, noch durch Malatesta trage man Lust, zu 
unterhandeln. Alle Hoffnung beruhte auf Ferrucci, der in Vol: 
terra Maramaldo gegenüber stand. 
Zu diesem stießen nun die Spanier, welche Empoli ge: 
nommen hatten, und eine Abtheilung ans dem Lager unter 
dem Marchese del Guasto. Am 12. Juni langen diese Ver: 
stärkungen an. Ermiidet vom Marsche lagern sie sich vor 
Volterra, ohne fürs die gehörigen Verschanzungen Sorge zu 
tragen. Auf der Stelle greift Ferrucci an, vor der Uebermacht 
aber muß er sich wieder zurückziehen. Am folgenden Tage 
errichtet del Guasto die Batterien, am dritten stürmt er. Fer: 
rucci aber, obgleich zweimal verwundet, läßt sich in einer 
Sänfte hinaustragen und die Spanier werden zuriickgeschlagen. 
Am nächsten Tage empfängt del Guasto vier neue Kanonen 
und eröffnet nun aus 14 GeschiiHen das Feuer. Wiederum 
stürmen die Spanier, wiederum der im Fieber liegende Fer: 
rucci mitten im Gewühl. Nicht nur mit Waffen vertheidigt 
sich die Stadt, siedendes Oel und Körbe voll Steine werden 
den Stürmenden entgegengeschlendert, und so verheerende Wir:, 
kung hat diese Abwehr, daß die Belagernden am nächsten Tage 
mit einem Verlust von 600 Mann abziehen. 
Damit aber ist Oranien nicht einverstanden; er sendet 
del Guasto 2000 Mann Jnfanterie und entsprechende Reiterei 
mit dem Befehl entgegen, die Stadt unter jeder Bedingung 
zu nehmen. Die Florentiner, ermuthigt durch die Erfolge 
Ferrucci9s und durch die Schwäche der Armee vor der Stadt, 
wagen einen Ausfall, erklettern die Wälle des Lagers, hauen 
500 Landsknechte zusammen und ziehen sich mit einem Verlust
        

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