Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben Michelangelo's
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3509978
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3512000
Einnahme 
VIII 
Volterra. 
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auf eigene Faust andere Pläne zu verfolgen, als Malatesta 
und die Herren von der Regierung selber jemals im Sinne 
hatten, und deren Anfang war, daß er Volterra, das sich eben 
jeHt gegen die Florentiner empört und dem Papste ergeben 
hatte, wieder eroberte. 
Er verlangte Verstärkung aus Florenz. 500 Mann zu 
Fuß gehen mitten zwischen den feindlichen Lagern durch zu 
ihm ab nnd erreichen unter fortwährendem Kampfe mit 500 
kaiserlichen Reitern ihr Ziel so gut, daß, während sie selbst 
nur vier Mann und einen ihrer Hauptleute einbüßen, der Feind 
mit einem Verlust von 80 Reitern nnd drei Hanptleuten die 
Verfolgung aufgeben muß. Ja, hätten sie die 200 berittenen 
Florentiner, berichtet Capello, welche zu gleicher Zeit die Stadt 
verließen um a11s anderen Wegen in Empoli einzntresfen, bei 
sich gehabt, so wäre die gesammte feindliche Cavallerie zu 
Grunde gegangen. 
Am 24. März war das geschehen, am 29sten bereits 
hatte man in Florenz die Nachricht von der Einnahme von 
Bolterra. 400 Spanier waren dort zusammengehauen worden, 
und die von den Genuesen dem Papst gesandte schwere Ar: 
tillerie erbeutet. Zu gleicher Zeit treffen Briefe aus Frankreich 
ein, der König werde binnen wenigen Tagen seine Söhne zu: 
rückerhalten und dann auf der Stelle den Florentinern zu 
Hülfe kommen. Und nicht genug damit: im Lager draußen 
gährt es schon lange, die von Rom einlaufenden Gelder reichen 
nicht zu, zwischen den verschiedenen Nationalitäten kommt es 
zu Reibungen, jeder Theil glaubt sich hintangesex3t, und als am 
1. Mai auch hier die Einnahme von Volterra ruchbar wird, 
und obendrein, ganz Toscana ringsum werde in kurzer Zeit 
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