Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bis zum Tode Rafaels
Person:
Grimm, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3504902
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3508574
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Leben 
LsX1iclJelangelo7s. 
Hiebentes 
Capitel. 
Gegensasze zu den jetzigen. Der Papst beruhigte sich dabei. 
Dagegen trieb er nun wieder mit der alten Ungeduld nnd 
wollte Michelangelo nicht den geringsten Urlaub gestatten. 
Seine Gegenwart in Florenz war einmal ganz nothwendig, 
denn der für Frankreich vollendete Bronzedavid wartete auf 
die legte Bearbeitung, und die, welche ihn erhalten sollten, 
drängten auf seine Absendung. Die Signorie entschuldigte 
sich, der Papst lasse Michelangelo nicht fort, sobald man 
seiner habhaft werden könne, würde das Werk abgeliefert 
werden. Zulek3t übergab man es einem jungenABildhauer, 
Benedetto di Rovezzano, der den Guß ciselirte. Im Decem: 
ber 1508 wurde der David nach Livorno gebracht und ging 
zu Schiff weiter nach Frankreich. Man weiß nicht, was dort 
aus ihm geworden ist. 
Die Urlaubsverweigerung des David wegen fällt in den 
Juni 1508; im December desselben. Jahres schreibt Sode: 
rini an den Marchese Malaspina wegen des Marmorblockes, 
aus dem Michelangelo in Florenz den Koloß arbeiten sollte. 
Er entschuldigt sich. Der Marmor war bestellt, Malaspina 
wünschte ihn abzuliefern, wahrscheinlich um die Bezahlung 
zu haben, dazu aber bedurfte es einer vorläufigen Zurichtung 
des Blockes an Ort und Stelle. Nun schreibt Soderini, der 
Papst gäbe Michelangelo keinen Urlaub, kein Mensch in Italien 
aber, außer ihm, könne diese ersten Arbeiten am Steine leiten; 
er müsse selbst gehn und die nöthigen Anweisungen geben, 
Andere verständen nicht, was er beabsichtige und verdürben 
den Marmor. So lange, bis Michelangelo los sei, müsse die 
Sache deshalb leider liegen bleiben. Der Mardhese möge 
jedoch versichert sein, daß Michelangelo eine Statue schaffen
        

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