Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erinnerungen an Carl Rahl
Person:
George-Mayer, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3546300
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3547492
2Nöglichc, nur nichts Rechtes, trotz vorhandener, BedeutendeS ver: 
heißender Anlagen. Er war auch hoher Begeisterung fähig; im 
gewöhnlichen Leben aber gefiel er sich häufig in Ausübung von 
Trivialitäten, worüber er lachen konnte, wie ich es nie wieder 
gehört, so Iapidar, wie man sich nur ein ,,homerischeSU Gelächter 
vorstellen mag.1J 
O Uet3 war aus einer Theaterfamilie, genoß ein 5tipendi1un vom 
Ritter von Friedau, war aber nach Hamburg znständig, wohin er nach 
seiner Flucht aus Wien  er hatte seinen Paß einem politischen Flüchtling 
geliehen, und sollte selber nun einer werden  auch zurückkehrte, Hanseate 
wurde, die Wände der Kaserne mit kühnen Kohlenzeichnungen schmückte, 
dann wieder irgend eine milde Seele fand, in München weiter studirte nnd 
sich in verschiedenen Städten herumtrieb. Seine mehr oder minder tollen 
Streiche, seine meist selbstverfchuldeten Mißerfolge würden ein interessantes 
Capitel füllen, welches in Holteil5 ,,Vagabnndent4 gänzlich fehlt: Das 
liedcrliche Genie, die Genialität der Liederlichkeit hat ihren Jnterpreten noch 
nicht gefunden.
        

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