Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Asmus Jakob Carstens' Jugend- und Lehrjahre
Person:
Sach, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3494360
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3497325
Z 64 Urkunden. 
 
rend den Lehrjahren mit Kleidung und was dahin gehörig zu unterhalten 
und überhaupt dasjenige zu priistiren, wozu deren Mutter sich in dem Theis 
lnngsreceß vom 28. Febr. 1763, wobey es auch rati0ne dieses passus absque 
alle. novatjo11e verbleibet, verbindlich gemaGt hat. Er reserviret sich aber 
hieben ausdrücklich, daß, wenn Er in der Folge es seiner 0onvo11ienoo nicht 
gemiis finden sollte, die Kinder zu behalten und ihnen die alimente. s. w. d. a. 
zu reichen, es ihm frei; stehe, solche denen Vormiindern nach vorhergeschehener 
Vierteljähriger Ankiindigung zu überliefern, welche denn schuldig für deren 
Unterbringung zu sorgen; so wie es ihnen auch frey bleibet, in dem Fall, 
wenn sie an der Erziehung und alimeutation der Kinder etwas zu erinnern 
finden, dieselben dem Wittwer abzunehmen und anderweitig unterzubringen; 
wie aber der Stief:Vater, so lange Er die Kinder alimentiret und in den 
Lehrjahreu unterhält, keine Zinsen von denen den Kindern taro xatio11e paters 
norum quam matern0rnm beykommenden gesamten Capitalien erleget; So 
profitiret Er auch das zu deren alimentation sc. ansgesetzte Quantum von 
400 Thlrn. entweder in totum oder in tantum dergestalt, daß, wenn er die 
Vier Kinder insgesamt bis zum zurückgelegter: 18tE11 Jahre wiirklich alimentis 
ret, auch die Söhne während den Lehrjahren mit dem erforderlichen unter: 
halten, mithin solchergestalt die im Theilungs receß vom 28teU Febr. 63 ents 
haltenen praestanc1a völlig priifiiret haben wird, Er sodann von besagten 
400 Thlrn. überall nichts heraus giebet; fals aber die Kinder nur zum Theil 
die alin1entation und den Unterhalt während den Lehrjahren von ihm genossen, 
er für jedes Kind is. Jahr 10 Thlr. schreibe zehn Reichsth., so lange niim: 
lich dasselbe von ihm unterhalten worden, zu gewärtigen und sothanes qua11s 
tu1n von der ganzen Summe der 400 Thlr. abzuziehen befugt, das resic1uum 
aber an die Vormünder zum Behuef der von ihnen zu besorgenden alimenta: 
tion auszukehren schuldig seyn solle. 
J 5. 
Damit nun auch die Vormünder auf den Fall, wenn der Stiefvater 
sich der alimentation entschlägt und ihnen die Kinder überliefert, zu Unter: 
bringung derselben desto eher Rath schaffen mögen, ist noch ferner vereinbaret, 
daß der Stiefvater von dem, was von obgedachteu Capital zu bezahlen übrig 
bleibet, sofort 50 Thlr. in klingender Münze erlegen und ferner alle halbe 
Jahre eine gleiche Summe in eben der Münze und zwar mit Zinsen zu 4 pro 
Gent. pro rate. sortis et temp0ris abtragen solle, bis und so lange das ganze 
Capital berichtigen Und wie auf diesen Fall der Stiefvater gleicshfals von 
den gesamten den StiefsKindern beykommenden pateruis und maternjs die 
Zinsen zu 4 pro Gent. von dem dato an, da die alimentation in natura 
aufhöret, zu bezahlen hat, so erhalten auch Tutores die Befugniß nach Guts 
dünken des Mütterlichen wegen eine halbjährige Loskündigung vorzunehmen. 
Das Väterliche aber bleibet so lange bey dem StiefsVater unaufgekündigt
        

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