Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Asmus Jakob Carstens' Jugend- und Lehrjahre
Person:
Sach, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3494360
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3496354
Cari 
in .fsiopcnhagen. 
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mir bald darauf die Bekanntschaft des Kammerherrn von Wams 
stedt, eines der größten Kunstliebhaber und Künstlerfreunde in 
Kopenhagen. Er hatte diesem, der.gleichfalls aus Schleswig 
gebürtig war, den Vorfall zwischen dem Grafen und dem jungen 
Schleswiger Maler erzählt. Der Kammerherr v. Warnstedt kam 
zu mir in meine Wohnung und begrüßte mich als seinen Lands; 
mann.1 Ich mußte ihm das Bild zeigen, das ich. für den Grafen 
Moltke gemalt hatte; er lobte es und that mir das Anerbieten, 
mich dem Erbprinzen Friedrich bekannt zu machen. Da dies 
ser Prinz zugleich Präsident der Kunftakade1nie war, so konnte 
mir seine Bekanntschaft von wichtigem Nutzen sein. Der Erbprinz 
sandte auch wirklich nach einigen Tagen und ließ mich mit dem 
bewußten Bilde zu sich rufen. Er empfieng mich mit Güte, 
bezeugte meiner Arbeit seinen Beifall nnd sagte mir, er wolle das 
Bild behalten. Auf des Prinzen Befragen, ob ich auf die Akades 
mie gehe, erwiderte ich, daß ich erst für mich einen guten Grund 
legen wolle, u1n sodann die Akademie mit desto mehr NuHen 
besuchen zu können. Er billigte das und entliefz mich mit dem 
Zusatze, daß ich recht fleißig fortstudieren solle; er werde sich meiner 
erinnern. Am folgenden Tage empfieng ich eine Anweisung auf 
hundert sdiinischeJ Thaler s225 Mk.J von ihm. So ward ich 
mit meinem Glücke wieder versöhnt und erhielt mehr Geld und 
II Der Kammerherr p.Warnstedt Cnicht Warnstädt, wie Fernow 
schreibtJ, im März :1.778 zum administrierenden Direktor der königl. Scham 
spiele ernannt, ist in der dänisä;en Litteraturgeschicbte als Gönner und Fördes 
rer des Dichters Ewald bekannt. Rahbek Lin seinen Erinnerungen 1, 368; 
schildert seinen Charakter nicht günstig, doch nennt er Höh selber Warnstedts 
persönlichen Feind. Overskov dagegen rilhmt ihn auf Grund genauer For: 
schungen als einen tüchtigen Mann, der das dänisdbe Schauspiel aus allen 
Kräften zu heben bemüht .gewesen. Er war übrigens ein geborener Söhless 
wiger und zeitweilig Mitglied der Altstädter Schiii;engilde gewesen. Vergl. 
oben p. 10.
        

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