Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Asmus Jakob Carstens' Jugend- und Lehrjahre
Person:
Sach, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3494360
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3495649
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anderer Schriften sich ihm einprägen. Zunächst konnte ihm jedoch 
nur die Belehrung, wie ein Anfänger mit Olfarben umgehen, wie 
er auf Papier, Leinwand.und Holz griinden und zu einiger Übung 
in der Olmalerei gelangen solle, von besonderem Nutzen sein. Da 
als der einzigste Weg, um einige Vollkommenheit zu erreichen, 
die Nachahmung und Kopierung guter Gemälde bezeichnet wurde, 
so begreift man darnach, wie Earstens gerade darauf zunächst 
sein Augenmerk richten mußte.  . 
Im Besit,5e einer. vollständigen ,,MalerausrüstungU, die 
ihm von der Hausfrau zum Zweck seiner Olstud,ien geschenkt 
ward, mit seinem Cröker in der Hand, dessen Anweisungensfür 
ihn maßgebend waren, machte er sich dann, alsbald sdaran zwei 
Gemälde zu kopierens, die ihm in Eckernfördes allein zu Gebote 
standen. Es war nach,seiner eigenen Aussage ein Minervens 
kopf in natürlicher Größe von G,iuseppe Cesari, il Eavalier 
.d7 Arpino  den ein Einwohner des Städtchens 
aus Italien mitgebracht habe. Die Verwandte OCttesche Familie, 
welche im Besitze desselben war, hatte ihm auf die ,Fiirsprache feig 
ner Prinzipalin die Erlaubnis zum Kopieren erteilt. Wie hoch 
er in der Gunst. derselben gestiegen, mag auch der Umstand 
beweisen, daß sie ihm ihre mit kostbaren Möbeln ausgestatteten 
Staatszimmer öffnete, wo er ,,Schlafende Nymphen von einem 
Satyr belauschtU, von Abraham van Diepenbek  
einem der besseren Schüler des Nubens, kopierte, die einst der 
Seekapitän Bruyn in seiner Heimat erworben hatte.1 . 
U Die Originale wie die Kopien dieser Gemälde sind bis heute vers 
schollen. Trotz aller NcnI;forsdhungen ist von denselben und von den zahlreis 
then Porträten des Künstlers in Ecerusörde außer einem einzigen keine Spur 
zu entdecken. Wenn irgendwo, so. mußte ins den Familien der Nachkommen 
Bruyns doch davon Kunde sein.  Aber eine Umfrage hat in dieser Beziehung
        

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