Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Albrecht Adam
Person:
Adam, Albrecht Holland, Hyacinth
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3490150
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3493664
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Miene zwischen zwei Generälen auf einer Gartenbank. Diesem 
näherte er sich ehrerbietig; es war der Feldmarschall.1 
Ich war in einiger,Entfernung zurückgeblieben, sobald aber 
Jngelheim mich gemeldet hatte, stand RadeHky auf, kam auf 
mich zu und rief, indem er mir treuherzig beide Hände ent: 
gegenstreckte: ,,Seien Sie uns herzlich willkommen hier im Haupt: 
quartierlE In dem freundlichsten Tone sprach er geraume Zeit 
mit mir und erkundigte, sich nach den Zuständen in Bayern. 
Dann wandte er sich an den Feldmarschall:Lieutenant Hieß: 
,,Sorgen Sie dafür, daß dem Herrn Adam ein wohl unter: 
richteter Offizier beigegeben wird, der ihn an alle wichtigen 
Punkte begleitet; auch müssen wir darauf bedacht sein, daß 
dem Herrn Adam keine Kosten durch die Reise bereitet. werdens, 
Dann stellte er mich noch einigen der bedeutendsten Generäle 
vor, darunter Wallmoden und Schwarzenberg. Die übrigen 
kamen nach solchem Empsange selbst, mich anzureden. Ver: 
1vundert blickte ich um mich her, so plöHlich in den Kreis der 
hervorragendsten Persönlichkeiten jener Zeit mich versetzt zu 
sehen. Der alte General Graf Wallmoden, diAspre, zwei 
Fürsten Lichtenstein, drei Schwarzenberg, Schönhals 
und eine Menge Generäle und Obristen, darunter der kühne 
tapfere Obrist des Regimentes Prohaska, Baron v on Reis chach, 
nebst einer großen Anzahl von Adjutanten und Offizieren aller 
Grade war auf jener Terrasse in traulicher Unterhaltung ver: 
sammelt: ein wahrer Heldenkreis. Erstaunt war ich über den 
cordialen, zwanglosen Ton, der dort herrschte. Man merkte 
deutlich, daß man sich in einem Kreise befand, in dem nur 
das wahre Verdienst galt und der Werth des Mannes nach 
seinen Thaten gewogen wurde. RadeHky aber hieß die Seele 
des Ganzen. Nicht blos durch sein militärisches Talent wirkte 
1 Joseph Graf Radeizky, kais. öfterreic;ischer Feldmarsehall, geb. 
2. November 1766 zu TrebniH in Böhmen, gest 5. Januar 1858 zu 
Mailand. Vgl. Wurzbach, Lexikon 1872, XxlV. 177 ff. In diesem be, 
wunderungswürdig gearbeiteten Werke finden sich auch die Biographien der 
uachfolgend von Adam genannten höhex:en Offiziere, worauf wir hier der 
Kürze wegen verweisen.
        

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