Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Albrecht Adam
Person:
Adam, Albrecht Holland, Hyacinth
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3490150
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3492229
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werth ist, als ein französisches.7i Als an dem oben geschilderten 
Morgen die ersten Kanonenkugeln in unserer Nähe einschlugen, 
sagte ein Adjutant, der ziemlich bleich aussah: ,,El1 bien. 
Mr. Adam, comment trouvezsv0us Falk Jch antwortete ganz 
trocken: ,,Jch finde, daß wir uns in einer Schlacht befinden.U 
Einige Stunden später, in einer sehr mißlichen Lage, kam ein 
anderer in guter Absicht zu mir und sagte, ich möchte mich doch 
zurückbegeben, das sei kein Platz für mich. Ich antwortete, daß 
ich mein Leben nicht höher anschlage, als das des Prinzen, 
und wenn man Schlachten malen wolle, müsse man sie gesehen 
haben; ich würde meinem Gebieter überallhin folgen, wenn 
es nicht sein ausdrücklicher Befehl sei, daß ich zurückbleibe. 
Von dieser Seite hatte ich jetzt Ruhe, von Seite des übrigen 
Hauspersonals hatte ich aber mit manchen Widerwärtigkeiten 
zu kämpfen. Es erregte dessen Eifersucht, mich fast Tag und 
Nacht in der unmittelbaren Nähe des Prinzen zu wissen. Auch 
schien ich zum Theil diesen Leuten eine sehr überflüssige Pers 
sönlichkeit zu sein. Es stand deßhalb jeHt schon der Vorsatz, in 
mir fest, bis zu einer großen Entscheidung auszuharren, sei 
es in Moskau, Petersburg oder wo immer, dann aber unter 
jeder Bedingung zurückzukehren. 
Gegen Abend kam ich noch in eine fast komische Verlegen: 
heit, so ernst die Sache auch war. Ich hatte mich etwas 
mit Zeichnen verweilt und den Prinzen aus dem Gesicht ver: 
loren. Ihn zu suchen, ritt ich eine Anhöhe hinauf, als plötz: 
lich von einer hinter derselben stehenden russischen Vatterie das 
Feuer begann und die Kugeln mir über den Kopf flogen. Ich 
wollte umkehren, aber mein Pferd widerse1zte sich und wollte 
die Straße verfolgen. So raufte ich mich mit dem wider: 
spenstigen Thiere herum. Endlich kam General Triaire herange: 
ritten und sagtelachen.d: ,,Sie scheinen hier Reitschule zu halten1 
Ein hübscher Platz dazni Wo haben Sie denn den Prinzen 
gelassen2ii Jch sagte, wo ich ihn verloren und daß ich ihn jeHt 
eben suche. ,,Kommen Sie mit mir, hier können wir uns nicht 
verweilen;E Mein Pferd, welches nun einen Kameraden hatte, 
ging folgsam mit und bald fanden wir den Prinzen, welcher
        

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