Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Albrecht Adam
Person:
Adam, Albrecht Holland, Hyacinth
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3490150
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3491498
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gut deutsch sprach. De Vonti ließ mich am folgenden Morgen 
ganz früh an sein Bett rufen und lachte herzlich, daß ich den 
Prinzen nicht erkannte. Dieser hatte noch an demselben Abende 
nach dem Theater in Schönbrunn mit de Bonti gesprochen nnd 
ließ mir durch ihn wissen, daß er mich nach Italien mitnehmen 
wolle. Ich erbat mir seinen Rath hierüber und äußerte, daß 
ich ebensogerne mit ihm nach Frankreich gehen würde. Er er: 
widerte, daß ich ein solches Anerbieten; vernünftigerweise 
nicht zurtickweisen könne, ich wäre durch dasselbe zeitlebens ge: 
borgen und würde unter dem Schutze des Prinzen, der an 
meinen Arbeiten und meinem Benehmen großes Wohlgefallen 
gefunden, einer sehr angenehmen Stellung entgegengehen. 
Nach einigen Tagen kam Obrist Bataille wieder und machte 
mir officiell die MittheiluUg, daß Prinz Eugen mich in seine 
Dienste nehmen wolle, wenn ich mich entschließen könne, ihm 
aus Reisen und im Kriege iiberallhin zu folgen. Zugleich wurde 
ich gefragt, unter welchen Bedingungen ich hierauf einzugehen 
gesonnen sei. Meine Antwort war, daß ich dieses Anerbieten 
mit Dank annehme, daß ich aber weit entfernt sei, dem Prinzen 
Eugen Bedingungen zu stellen, ich glaube von einem so edeln 
Fürsten erwarten zu dürfen, daß er mir die Stellung anweisen 
werde, welche ich verdiene. Es war dies der natürliche Aus: 
1813 bis zum Waffenstillstand in Deutschland, vertheidigte hierauf Oberitalien 
bis zu Napoleons Sturz, lehnte zu Paris die Anträge Ludwigs XV111. ab 
nnd ging nach München, wo er den 21. Februar 1824 starb. Sein Maus 
soleum vo11 Thorwaldsen befindet sich daselbst in der Michaelskirche. Vgl. 
die seither vergessene, immer noch nicht überbotene Monographie: Erinnerungen 
aus den Zeiten u11d dem Leben Eugens, Herzogs von Leuchtenberg, nach 
authentischen Quellen von Heinrich Seel CS11lzbach 1827J. Die im Bef1he 
der Stadt München befindliche sogen. Maillinger:Sammlung CBilderchronik der 
königl. Haupt: und Residenzftadt München Von Jos. Maillinger. München 
1876, I. 192, Nr. 2015s2036J besitzt zweiundzwanzig Portraits des Prinzen 
nach verschiedenen Meistern in Stich und Lithographie Cdarunter auch eines, 
VIII PkiUzEU ZU Pferd in der Schlaä;t an der Moskwa darstellend, bezeichnet: 
,,dess. sur les Iieux par Albrecht Adam.U Gr. Fol. Lithogr.J, Ein 
sprechender Beweis für die große Popularität, welche der Prinz zu München 
genoß.
        

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