Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was uns die Kunstgeschichte lehrt
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3479782
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3480818
der franzöfisTheU 
in 
Das Volk5tum 
Kunst 
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der spanischen Schärfe der Satire und Frische des 
Mutes ausgestattet, betrat er mitten in der nüchtern: 
sten und klassizistischsten Zeit unter dem Beifall ganz 
Europas die Arena; und eben seiner nationalen 
Eigenschaften wegen ist er einer der wenigen Meister 
von der Wende des achtzehnte11 Jahrhunderts zum 
neunzehnten, deren Name heute noch auf den Lippen 
aller Kunstfreunde ist. 
Die Franzosen besassen im Mittelalter eine 
große nationale Baukunst und Bildnerei, in der 
Renaissaneezeit wenigstens tüchtige Ansätg,e zu einer 
nationalen Malerei, im siebzehnten Jahrhundert aber 
nur eine blendende Scheinkunst, deren Licht, obgleich 
es der ganzen Welt zu leuchten schien, erlöschen 
mußte, weil es von den Jtalienern und den alten 
Römern erborgt war. Poussin, Lebrun, Lesueur und 
alle übrigen, sie waren gewiß tüchtige Meister in ihrer 
Art; aber selbst in Frankreich hält man sie heute nur 
noch für Klassizisten, nicht mehr für Klassiker in 
unserem Sinne. Die französische Malerei kehrte erst 
zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts bei sich 
selbst ein. Jhre Meister von Watteau und Chardin 
bis Fragonard und Grenze, einschließlich der Jllustra: 
toren, in denen der ,,esprit gau1oisU wieder lebendigen 
Ausdruck fand, sind die angesehenften französischen 
Meister vergangener Jahrhunderte, weil sie die fran: 
zösischsten sind. Bei den auch ihnen parallel gehen:
        

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