Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was uns die Kunstgeschichte lehrt
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3479782
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3480796
in 
Das Volk5tum 
65 
es mit der ,,,akademischenH Richtung, die, nie ganz 
erloschen, schon in der Spätzeit mancher Schüler 
Rembrandts, besonders der Bakker, Flincks und 
Bols, wieder zum Durchbrnch kam und zur Zeit, als 
Houbraken und Lairesse ihre Bücher schrieben, in 
Adriaen van der Werfs ihren Gipfelpunkt erreichte. 
Selbst die tüchtigsten dieser Meister haben sich in 
den Augen der Nachwelt durch ihr Liebäugeln mit 
dem Auslande und ihre Hingabe an dessen Kunst: 
weise zu Künstlern zweiten oder dritten Ranges 
herabgewürdigt. Lehrreich ist es, daß Houbraken 
es einem der jüngsten Schüler Rembrandts, Arent 
de Gelder, zum Vorwurf machte, daß er, anstatt wie 
Vol, Fliuck und die übrigen, sich von Rembrandt zu 
befreien und, dem Zeitgeschmack entsprechend, ins da: 
mals modernere ,,akademischeU Fahrwasser einzulenken, 
der nationalen Richtung seines Meisters treu blieb. 
Wir schätzen Arent de Gelder deswegen nur um so 
höher, zumal er sich als Künstler von entschiedenem 
Eigenleben neben seinen Meister stellte. 
Was aber war die Folge der Wühlereien eines 
Lairesse und seiner Anhänger gegen die national: 
holländische SchuleP Der traurige Zustand, in dem 
uns diese Schule während des ganzen achtzehnten 
Jahrhunderts entgegentritt. Wie Leuchten am dunklen 
Gestade strahlen aus der Finsternis die wenigen 
Meister hervor, die, wie Cornelis Troost, den Mut 
W o e r m a u n. Lehren der Kunstgeschjchte
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.