Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was uns die Kunstgeschichte lehrt
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3479782
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3480610
in 
Das VolkStnm 
Kunst 
der italienischen 
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daß die Menschen des Michelangelo einen deutlichen 
GegensaH zu den Menschen der Antike bildenl Daß 
der Nachwelt aber gerade diejenigen dieser Meister 
am größten erscheinen, die in ihrem Jnnern am 
wenigsten von der Antike berührt worden sind, 
haben wir natürlich durchaus keinen Grund in Ab: 
rede zu stellen. Jemehr in den folgenden Jahr: 
hunderten das Zeichnen nach der Antike überhand: 
nahm, desto allgemeiner wurde auch die italienische 
Kunst, bis auch sie im Zeitalter Winckelmanns sich 
in den akademischen Jnternationalismus auflöste, 
dessen italienische Vertreter so wenig in der Gegen: 
wart weiterleben, wie seine Vertreter aus den übrigen 
Ländern, wenn auch einer von ihnen, Battoni, ein Bild 
geschaffen hat, das seiner Süßlichkeit wegen noch heute bei 
den Laien zu densbeliebtesten Bildern der Welt gehört. 
Das volkstümlich Eigenartige macht sich in der 
Kunst Italiens, da dieses Land zur Blütezeit seiner 
Künste kein einheitliches Reich war, übrigens am 
allerdeutlichsten in den Besonderheiten der Kunst: 
sprache seiner verschiedenen Landesteile geltend. Die 
venezianische Kunst z. B. ist mindestens so ver: 
schieden von der florentinischen wie die holländische 
von der vlämischen oder von der deutschen. Es ist 
ein Hauptverdinst Giovanni MorelIis, des selbständig: 
sten italienischen Kunstforschers unseres Jahrhunderts, 
mit Nachdruck daraus hingewiesen zu haben, daß
        

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